Lieber Vorstand, wie ja inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, versucht sich die IT Gruppe Webpräsenz, am Aufbau einer neuen Forschungsplattform. Um diese Aufgabe voranzutreiben, versuche ich selbstverständlich auch weitere Mitstreiter zu finden. Insbesondere solche, die bereits jetzt durch ihr Engagement auffallen. Immer wieder stoße ich dabei auf Hindernisse verschiedenster Art. Dies möchte ich gern in ein paar Worten darlegen. Was in letzter Zeit dem Ein oder Anderen aufgefallen sein dürfte, sind die Austritte einiger engagierter Mitglieder. Zum Teil gründeten diese eigene Webauftritte. Ob sie diese Auftritte mehr aus dem Grund aufbauten, um von einem Verein unabhängiger zu agieren. Sie einfach keine Möglichkeiten innerhalb ihres Vereins fanden, sich zu entfalten. Oder ob es einfach nur daran lag, das ihre Arbeit nicht ausreichend gewürdigt wurde, bleibt dahingestellt. Sicherlich werden mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Das Fazit das ich nun nach mehreren Monaten ziehen kann, ist ganz klar; Die Webpräsenz, wie wir sie momentan aufbauen, ist schon seit mehreren Jahren überfällig. Das Medium Internet, ist inzwischen für Vereine wie Firmen unerlässlich. Wer für sich und seine Arbeit nicht mehr wirbt und keine Anreize liefert, wird gnadenlos untergehen. Dabei meine ich nicht, das ein Verein wie die AGoFF verschwindet. Aber der Begriff Bedeutungslosigkeit, dürfte dem gleichzusetzen sein. Aus der letzen Mail einer Forscherkollegin, die ich um Mithilfe befragte, erhielt ich in Stichpunkten festgehalten, fogende Antworten, die ich vollkommen nachvollziehen kann.
> Lieber Maik,
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> auch ich habe Deine Arbeit mit Interesse beobachtet und freue mich sehr, dass man seit 2-3 Jahren (oder sind es schon 4-5?) merken kann, dass sich im Raum Mittelpolen etwas tut. Es ist eine Region, in der man eigentlich > besonders viele und gute Forschungshilfen bräuchte, aber in der Vergangenheit gab es da nicht viel. Mittlerweile habe ich aber doch die Hoffnung und Erwartung, dass das in einigen Jahren anders aussieht. Die Hoffnung habe ich auch. Insbesondere für die FST Mittelpolen fand sich mit dem Forum von Irmgard Müller eine gute Lösung, die aber in privater Initiative entstand. Hier arbeiten Forscher der AGoFF und Unorganisierte Genealogen hervorragend zusammen. Man tauscht sich aus. Gibt sich aktiv Hilfestellung und zeitgleich, erfolgt natürlich indirekt eine Werbung für den Verein. Was es solche Projekte bewirken können, ist hier hervorragend zu verfolgen. Man kann aber auch an der Aussage erkennen, das man diese Arbeit bemerkt. Wieviele der FST/FGR der AGoFF können diese Aussage auch ehrlich auf sich beziehen ? > nach einigem Überlegen, ganz bewusst die Wikipedia ausgesucht, weil mich die Möglichkeit der Vernetzung mit den entsprechenden polnischen Artikeln anspricht - etwas was der Forschung in 15-20 Jahren wahrscheinlich viele > neue Impulse geben wird. Für die stärker genealogisch ausgerichteten Inhalte (Namenslisten u. dergl., alles, womit die Wikipedia nichts anfangen kann) würde ich in Zukunft die Verlinkung mit dem Genwiki als sinnvollste > Möglichkeit ansehen. Muß ich hier noch etwas erläutern ? > Mir ging es vor allen Dingen darum, eine gute Basis für die weitere Arbeit zu schaffen, d.h., ich wollte bessere Möglichkeiten schaffen, dass weniger erfahrene Autoren ihre Kenntnisse in Form von Ortsartikeln einbringen können. > Schließlich hat doch fast jeder Familienforscher 1-2 Orte, die er sehr gründlich bearbeitet - da müsste doch eigentlich Potential für weitere Ortsartikel bestehen. (Und für den strukturellen Rahmen, d.h. die Vorlagen und > Verlinkungen solcher Artikel finden sich, auf entsprechende Bitte, auch andere Wikipeiander, die die Artikel vorbereiten können.) Das sind die Dinge für die doch eigentlich ein Verein wie die AGoFF sorgen sollte. Einem Verein, der für sich in Anspruch nimmt, den Osten Europas, als sein Forschungsgebiet zu bezeichnen. Ohne Plattform, suchen sich die Forscher, ob organisiert oder nicht, andere Möglichkeiten. Auf diese Art gehen Mitglieder und auch Mitgliedsbeiträge!!! verloren. Mal vom Ansehen des Vereins und dem Erfahrungsschatz abgesehen. > Wäre die intensivere Arbeit im Bereich Mittelpolen in der AGOFF etwas früher ins Laufen gekommen, hätte ich mich vielleicht auch dort eingeklinkt. Aber als das deutlicher wurde, hatte ich mich schon für die Wikipedia als Standort > entschieden. Aber ein Verlust ist das ja eigentlich nicht, oder? Ist es ein Verlust für die AGoFF ??????????????? Ich habe selbst momentan, ein eigenes Projekt. Ich nutzte einfach die Möglichkeiten, die Ancestry mir bot. Für 20 Euro im Jahr kann ich dort Menschen einladen, an meinem Stambaum mitzuwirken. Einfach strukturierte Vorgaben, welche leicht zu verstehen sind. Unbegrenzte Personenzahl. Unbegrenzter Speicher für Geschichten, Kommentare, Bilder, Dokumente etc. Für meine Linien habe so mehr oder weniger ebenfalls ein eigenes Forum eingerichtet. In dem inzwischen neben Deutschen, auch Schweizer, Kanadier und Amerikaner ihren Beitrag leisten. An viele Dinge wie Familienfotos oder Bilder von Grabsteinen z.B. in Kanada, wäre ich ohne diese Möglichkeit nie herangekommen. Mal von der großen Zahl von Informationen abgesehen. Selbstverständlich ist dieses Beispiel nicht oder nur schwer auf das Projekt der AGoFF anzuwenden. Aber es zeigt, was man tut, wenn einem die Basis für die eigenen Forschungen fehlt. Ich kann nur darum bitten, das sich jedes Vorstandsmitglied, seine eigenen Gedanken darum macht. Und versteht, das dieser Verein an einem Scheideweg steht, der über die Zukunft diese Vereins in den nächsten Jahren!!! entscheidet. Mit freundlichen Grüßen Maik ( Senninger ) Mitarbeiter FST Mittelpolen, Webmaster AGoFF, FoKo Beauftragter der AGoFF, Leiter der IT Gruppe Webpräsenz