Lieber Reiner Kerp, ich wollte Dich weder belehren, noch bekehren, das scheint ja auch gar nicht möglich zu sein, sondern nur eine andere Meinung hinzutun. AGoFF-Vorstand-L <agoff-vorstand-l@genealogy.net> schrieb am 23.03.05 20:53:39:
..... andere berechtigte Perspektiven, die ich ebenso einmal in Erinnerung rufen oder überhaupt der persönlichen Wahrnehmung näher bringen möchte. Als Schatzmeister muß ich per definitionem auch kaufmännisch denken und diese Betrachtungsperspektive möchte ich hier einmal näher erläutern, als auch wesentlichen Standpunkt.
als mehr oder minder aktives Mitglied in 9 Vereinen, davon 4 genealogischen, wird man mir wohl abnehmen, daß dabei wohl kaum kaufmännische Beweggründe eine Rolle spielen
Ich bin zwar nur in 4 Vereinen Mitglied und daher nicht so kompetent wie Du, ich kann Dir aber versichern, daß ich als Schatzmeister (hast Du diesen Job auch schon gemacht?) ständig mit kaufmännischen Dingen zu tun habe (Buchhaltung, Bestandsführung, Rechnungswesen, Jahresabschluß, Kassen- prüfung, Offene-Posten-Führung, Mahnwesen, etc.) und daher auch von dieser Warte aus denken und beurteilen muß, per definitionem (s. Satzung, Vereinsrecht, usw.). Und von daher muß ich auf Erhalt und Vermehrung der Mitgliedschaften oder mit anderen Worten auf Attraktivität des Vereins und Zufriedenheit von möglichst vielen Mitgliedern achten. Nur so kann der Verein in dieser wünschenswerten Größe weiter fruchtbar existieren. Ich finde es originell, daß Du diese Dinge einfach leugnest, hilfreich ist es sicher nicht.
Für mich sind ausschließlich ideelle Gründe ausschlaggebend. Meine Vereinsbeiträge sind Spenden zur Förderung der Familienforschung.
Sieh es wie Du willst, Gedanken sind frei, aber hier geht es ja nicht alleine um Dich, sondern es geht um einen Verein mit über 900 Mitgliedern, also über 900 Meinungen. Aus vielen Gesprächen mit Mitgliedern weiß ich sehr gut, daß gerade zur jetzigen Zeit die meisten ganz genau auf die Leistung schauen, die sie für ihren Beitrag bekommen (an dieser Stelle wird Zufriedenheit oder Unzufrie- denheit generiert), und davon Verbleib im Verein oder Kündigung abhängig machen. Denn man kann auch außerhalb der AGoFF genealogisch tätig sein und dann kostenlos, wobei die offenen Listen helfen. Gut, das ist ein Weg, der jedem offen steht, aber auch Beleg für das Kosten/Nutzen-Denken der meisten Mitbürger ....
Damit fahre ich gut, denn es bewahrt mich vor Enttäuschungen (überzogenen Erwartungen). Familienforschung ist für mich ein Steckenpferd und soll es auch bleiben. Ob ich für das was ich einzahle auch genug zurück bekomme spielt für mich absolut keine Rolle. Sicher geht es anderen Mitgliedern der AGoFF ähnlich.
Reine Vermutung oder wie viele haben Dir das schon bestätigt? Und den meisten Mitgliedern geht es anders, s. o.
Wenn wir nun die AGoFF-Mailingliste für Jedermann freigeben würden, hätten wir aus reinem Idealismus einen wesentlichen Bestandteil unseres Leistungsspektrums veräußert und können schon mal mit dem Zählen beginnen, dem Zählen der Austritte.
Das ist reine Spekulation! Damit auch die möglichen Konsequenzen.
Mit Verlaub, das ist keine Spekulation, sondern aufgrund der vorliegen- den Mitgliederäußerungen Fakt.
So ist sich der gesamte Vorstand der AGoFF darin einig, daß eine Freigabe der AGoFF-Mailingliste nicht in Frage kommt.
Damit kann ich leben, glaube es aber nicht ;-)
Wie gesagt, Gedanken sind frei, der Glaube heutzutage noch mehr. Es steht auch jedem frei, alles, was andere berichten, anzuzweifeln. Ich habe allerdings von Fakten gesprochen, zu denen es gültige Vorstands- beschlüsse gibt. Viele Grüße und schöne Ostern Bernd Glasow