Lieber Rainer Kerp, AGoFF-Vorstand-L <agoff-vorstand-l@genealogy.net> schrieb am 23.03.05 13:59:16:
Spruchreif wird es wohl dann werden, wenn wir ein Konzept haben, wir wollen ja unsere "grosse Liste" nicht gleichzeitig zerstueckeln
Meine Meinung zu unserer geschlossenen Vereinsliste hatte ich ja schon früher geschildert. Deshalb betrachte ich solche "Ableger" als offene Listen als gute Gelegenheit sich der Allgemeinheit zu öffnen und damit zu beweisen (siehe Neumark), daß es uns um Familienforschung und nicht um die Maximierung der Vorteile für Vereinsmitglieder geht. Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich auch die Diskussion um eine deutschsprachige Posen-Liste, für die es nur dann eine Chance gibt, wenn sie offen ist.
Gruß,
Reiner
Dein Idealismus in Ehren, aber es gibt sicher auch andere berechtigte Perspektiven, die ich ebenso einmal in Erinnerung rufen oder überhaupt der persönlichen Wahr- nehmung näher bringen möchte. Als Schatzmeister muß ich per definitionem auch kaufmännisch denken und diese Betrachtungsperspektive möchte ich hier einmal näher erläutern, als auch wesent- lichen Standpunkt. Die AGoFF ist gehalten, ihren Mitgliedern für den Jahresbeitrag eine adäquate Leistung zu bieten. Sonst können wir gleich zumachen. Das Leistungsportfolio besteht derzeit aus folgenden Komponenten: - die Vereinsorganisation mit Satzung, Vorstand, ca. 30 FST/FGR, Mitgliederver- sammlungen, Mitgliederverwaltung, Informationsbeschaffung und -aufbereitung aus dem genealogischen Bereich - Kooperation mit Martin-Opitz-Bibliothek und Gerhard-Hauptmann-Haus mit Ver- einsbibliothek - Bereitstellung eines Schriftenlagers mit Versand (AOFF, Arbeitsbericht usw.), incl. Bestandsführung, Rechnungsschreibung und Zahlungseingangskontrolle - Erstellung und Versand dreier Publikationen (AOFF, Arbeitsbericht, OFK) 4 x pro Jahr - Auftritt auf dem Deutschen Genealogentag - Beteiligung an Regionaltreffen - Bereitstellung einer Internetplattform - Unterhalt und Betreuung der AGoFF-Mailingliste. Da dieses Leistungsspektrum pro Jahr erhebliche Kosten verursacht, die durch den Mitgliedsbeitrag, trotz aller Sparmaßnahmen, die wir in den zurückliegenden Monaten durchgeführt haben, gerade so eben gedeckt werden, tut jede Kündigung einer Mit- gliedschaft weh. Und wir mußten in den letzten 2 Jahren, hauptsächlich bedingt durch die wirtschaft- liche Strukturkrise, einen deutlichen Mitgliederschwund von 75 Personen hinnehmen. Es läßt sich leicht ausrechnen, welcher Fehlbetrag für die Vereinskasse auf diese Weise entstanden ist. Aus zahlreichen Korrespondenzen weiß ich, daß bestimmten Mitgliederkreisen eine Publikationsplattform wie das AOFF sehr wichtig ist. Andere Kreise wiederum betonen, daß die AGoFF-Mailingliste für sie das Wichtigste überhaupt sei. Wenn wir nun die AGoFF-Mailingliste für Jedermann freigeben würden, hätten wir aus reinem Idealismus einen wesentlichen Bestandteil unseres Leistungsspektrums ver- äußert und können schon mal mit dem Zählen beginnen, dem Zählen der Austritte. Was das in der Konsequenz bedeutet, kann man sich ebenso leicht ausmalen: die Leistungen der AGoFF müssen kostenverträglich eingeschränkt werden, also AOFF oder OFK vielleicht nur noch zweimal im Jahr oder Ähnliches. Und eine solche Maßnahme wird wiederum weitere Kündigungen nach sich ziehen, so daß die AGoFF dann definitiv auf der absteigenden Spirale sein wird. So ist sich der gesamte Vorstand der AGoFF darin einig, daß eine Freigabe der AGoFF-Mailingliste nicht in Frage kommt. Und: freie Genealogielisten gibt es bereits in größerer Anzahl, es muß also keiner darben. Viele Grüße Bernd Glasow