Hallo Hans-Jürgen, jetzt wird es kompliziert. Sollte es so weit gekommen sein, daß du beleidigt bist (meinst dich schämen zu müssen) oder meinst mein Verhalten als kindisch zu betrachten, wäre es besser, die gerade in Gang gekommene Diskussion zu beenden. Vor allem aber ist mir bisher nicht klar, wie der Verein durch die Öffnung der Liste für Gäste Schaden nehmen könnte. Außerdem war ich überrascht, daß es für den Verein ein Problem sei, wenn ich mein mögliches Ausscheiden ein Jahr im Voraus ankündige. Ich dachte, das sei ein faires Angebot.
wie ich schon mehrfach schrieb, habe ich bestimmte Vorstellungen zum Sinn und Zweck von Vereinen. ... die Du grundlegend - von der Detailfrage über den Sinn oder Unsinn einer weitreichenderen Öffnung von Vereinsmailinglisten abgesehen - bisher allerdings nicht offenbart hast.
Doch, hatte ich! Siehe unter dem von Dir angeführten Link: http://list.genealogy.net/mailman/archiv/agoff-vorstand-l/2003-06/msg00001.h... Und zwar keineswegs NUR aufgehängt an den Modalitäten der Mailing-Listen-Teilnahme. Aus dem Teil meiner Nachricht, den Du zitiert hattest, geht das hervor. Allerdings lässt sich anhand dieser Modalitäten gut erklären worum es mir geht. Im Gegensatz zu Dir bin ich der Meinung, daß eine "geschlossene" Liste KEIN Anreiz für einen Vereinsbeitritt ist. Es ist eben doch ein großer Unterschied, ob ich nur lese was der Verein tun will (Papier ist geduldig) oder per eigener Erfahrung messe, wie das in der Praxis aussieht. Vereine verpflichten sich der Gemeinnützigkeit. Sehr schön erklärt (auch aus Bremen ;-) auf: http://www.schach-bremen.de/jugendarbeit/gemeinnutz.html Das bedeutet unter anderem, daß sich die Aktivitäten nicht ausschließlich auf die Mitglieder beschränken dürfen. Es muss auch der Nutzen für die Allgemeinheit (auch der Nichtmitglieder!!!!) beachtet werden. Das weißt aber Du als Rechtsgelehrter viel besser. Es wäre wirklich kindisch, wenn ich als Laie Dir das erklären wollte. Ich bin nicht der Engel Aloisius, der im Hofbräuhaus beim Bier sitzend vergisst, der bayerischen Staatsregierung die göttlichen Offenbarungen zu überbringen.
... Ein für mich ganz wesentlicher Grundsatz ist die Gastfreundschaft. Trotz mehrerer Versuche gelingt es mir nicht, im Vorstand Unterstützung für meine Vorstellungen zu finden. ... Wie sich das Meinungsbild im engeren Vorstand darstellt, kann Dir nicht verborgen geblieben sein, denn darüber wurde hier und auf direktem Wege wiederholt korrespondiert/gesprochen. Nachzulesen u. a. auch unter
http://list.genealogy.net/mailman/archiv/agoff-vorstand-l/2003-06/msg00001.h... Diese Nachricht habe ich, nicht nur in meinem Mail-Archiv, gespeichert.
Man muss diese (Mehrheits-)Auffassung nicht teilen, es macht aber wenig Sinn, nur nach dem "kindischen" Motto zu verfahren: "wenn Ihr nicht wollt, was ich will, dann spiele ich nicht mehr mit Euch" ...
Wenn Du die Sache darauf reduzierst, könnte man es wirklich für kindisch halten.
Obwohl meine persönlichen Vorstellungen schon etwas weitergehend sind,
Das meinte ich schon festgestellt zu haben.
ist die für die AGoFF geltende Beschlusslage [die AGoFF-L ist offen für alle Vereine, deren vereinseigenen Mailinglisten auch für AGoFF-Mitglieder offen sind] "mehr" als Du gemeinhin am "Vereinsmarkt" findest.
Wenn das anders wäre (wie z. B. im VfFOW) hätte ich die Sache schon längst zu den Akten gelegt.
Es macht schon Sinn, darüber nachzudenken, um dann in den Vereinen "die Keule schwingen", die sich dazu (!) nicht durchringen können. Regulär "draußen vor" bleiben in der AGoFF vom Ansatz her nur Leute, die "ihre Vereine" nicht zur Kooperation bewegen können
Also im Prinzip Leute wie ich.
und/oder "die Tastaturkönige", die sich der "Vereinsidee" nicht oder noch nicht verpflichtet fühlen ....
Warum diese Abwertung? Ist denn alles, was sich außerhalb von Vereinen abspielt minderwertig?
Soll ich mich dafür schämen .... ?
Siehe ganz weit oben. Wegen der Wahrnehmung eines Ehrenamtes in einem Verein braucht man sich nicht zu schämen. Ich selber bin dafür nicht geeignet, weil es mir an dem so offensichtlich notwendigen Ernst fehlt. Die Familienforschung selber ist mir auch nicht so sehr wichtig. Deswegen bin ich schon oft kritisiert worden (mangelnde Wissenschaftlichkeit usw.). Wenn man aber die Familienforschung ernst nimmt (wie viele Vereine) muss man auch dazu stehen und die Pflichten der Allgemeinheit (der Nichtmitglieder) gegenüber erfüllen. Ansonsten muss man sich Vereinsmeierei vorwerfen lassen. Gruß, Reiner