[AGoFF-Vorstand-L] Weiterleitung
Nachfolgende Mail von Hr. Sylvester gebe ich wegen "Fehlermeldung" an die Vorstands-Liste weiter. MfG Norbert Bohrmann To: Rudnick@t-online.de Cc: agoff-Vorstand-L@genealogy.net From: HSylvester@t-online.de (Herbert Sylvester) Nick Rudnick schrieb:
Lieber Herr Sylvester, hier kommen nun (endlich) meine Überlegungen, wie die Mitgliedschaft in der AGoFF zeitgemäßer gestaltet werden kann. Nehmen Sie sie als das was sie sein sollen: Anregungen. Ich hoffe Sie haben Verständnis, dass es meine Zeit nicht zulässt "druckreife" Ausführungen abzuliefern.
Meine persönliche Motivation überhaupt noch Mitglied zu sein WAR die Mailingliste der AGoFF. Meine Forschungen hat die "herkömmliche" AGoFF nicht weitergebracht. Nun bleibt als Restmotivation die Einsicht, dass der ungeheuere Fundus an Wissen und Material der Mitglieder gesichert und zugänglich gemacht werden muss. Das kann nur ein Verein leisten (Belebung und Ausweitung des Angebotes "Genealogischer Nachlass", am besten noch "warmer Hand"). Allein deshalb mache ich mir überhaupt noch Gedanken um das Schicksal der AGoFF.
Die Funktion der Vereine wandelt sich in der heutigen Zeit - weg vom Zusammenschluss Gleichgesinnter hin zum Dienstleister. Deshalb wird eine Mitgliedschaft vom (potentiellen) Mitglied zunehmend danach beurteilt, was es selbst von dem eingesetzten Geld (Beitrag) hat. Ob uns das nun gefällt oder nicht, wenn wir uns dieser Herausforderung nicht stellen, wird die AGoFF im Laufe der nächsten Jahrzehnte in die Bedeutungslosigkeit absinken oder aussterben.
Für die rasant ansteigende Zahl der im Internet aktiven Familienforscher wird die Mitgliedschaft in einem Verein ständig uninteressanter, weil sie in ihrem Medium schneller und gezielter an Informationen und Kontakte mit Forschern herankommen, als dies ein Verein auf herkömmlichem Wege bieten kann. Ein hinreichend erfahrener kritisch arbeitender Forscher ist auch im Internet in der Lage die Spreu vom Weizen zu trennen. Internetler sind meist nicht willens mit Informationen "versorgt" zu werden, die sie (im Moment) nicht brauchen. Und sie sind vor allem nicht willens auf Informationen, die sie interessieren monatelang zu warten, bis sie gedruckt erscheinen. Auf die AGoFF bezogen meine ich damit natürlich OFK, AOFF und die Familienkundlichen Nachrichten. Deren Wert besteht doch wohl hauptsächlich in der Sicherung genealogischer Informationen. Dazu ist es doch nicht erforderlich, dass jederman alle Hefte "kaufen" muss. Bibliotheken, Vereine und evtl Archive damit auszurüsten (wenn es sein muss kostenlos) würde vollauf genügen. Dem einzelnen Forscher genügt ein abrufbarer Online-Index und eine Bibliothek um an die relevanten Informationen heranzukommen.
Was kann nun die AGoFF tun? Sie muss sich stärker auf die bisher auf die 10 - 15% der Mitglieder mit Internetzugang einstellen, ohne die anderen Mitglieder zu vernachlässigen. Dazu gehört
1. eine erhebliche Ausweitung der Internetangebote (darauf kann ich gern später mal eingehen) und 2. eine angepasste Mitgliedschaft. Diese möchte ich im folgenden kurz skizzieren. 3. unabhängig vom Internet Sammlung und Sicherung des Informationsbestandes der Mitglieder
Die jetzige "Einheitsmitgliedschaft" wird ersetzt durch ein Modulsystem mit gestaffelten Beiträgen ("Preisen").
Ein Grundbeitrag für alle Mitglieder. Damit werden die Basisfunktionen des Vereins finanziert (Geschäftsführung, Organisation, Forschungsstellen, Freiexemplare für Bibliotheken usw).
Dann wahlweise:
- Die herkömmliche Mitgliedschaft mit OFK usw als Druckausgabe (Beitrag wie jetzt)
- Die Internetmitgliedschaft mit -- Mailingliste für genealogischen Austausch -- Mailingliste für "Vereinsleben" mit offiziellen Bekanntgaben des Vorstands und Abstimmung der Arbeiten an Projekten -- Zugang zu Datenbanken verschiedenster Art (z.B. Index der Publikationen der AGoFF) .
(Beitrag müsste meines Erachtens niedriger sein als jetzt, da die teuren Druck- und Versandkosten nicht anfallen)
Viele Grüße -- Nick Rudnick "Wir sind die Vorfahren der Zukunft" Welzheim, Germany mailto:Rudnick@gmx.de http://privat.schlund.de/R/Rudnick/Index.htm PGP Public Keys: http://privat.schlund.de/R/Rudnick/PGP_keys.htm
Lieber Herr Rudnick, herzlichen Dank für Ihr Schreiben. Ich werde die Vorschläge dem Vorstand zur Bearbeitung vorlegen bzw. zur Diskussion stellen. Ein Fax dieser Vorschläge sende ich an den Vorsitzenden Herrn Detlef Kühn. Mit freundlichen Grüßen! Herbert Sylvester HSylvester@t-online.de
participants (1)
-
N.Bohrmann@t-online.de