Liebe DVG-Mitglieder,
der Meißner Superintendent Andreas Stempel hat bekanntlich bei unserem
Treffen in Wilsdruff zugesagt, uns zu einer der nächsten
Ephoralkonferenzen ein kleines Podium zu geben.
In Vorbereitung dessen waren Dr. Uta Seydewitz und ich am Mittwoch, den
3.August zu einem Gespräch in der Meißner Superintendentur.
Herr Stempel hat uns sehr freundlich empfangen und das Gespräch fand in
einer offenen und lockeren Atmosphäre statt.
Die Thematik besteht ja darin, wie wir die Vorbehalte der Landeskirche,
ihrer Mitarbeiter, einiger Pfarrer und Kirchgemeinden uns Genealogen
gegenüber aufweichen und abbauen können.
Die Ephoralkonferenz wird wahrscheinlich im Januar 2012 stattfinden und
ungefähr 20 Pfarrer aus dem Meißner Kirchenbezirk als Teilnehmer haben.
Es ist also leider nicht so, dass wir uns vor Repräsentanten der
gesamten ev.-luth. Landeskirche Sachsen vorstellen können. Nach Meinung
des Herrn Stempel habe dies aber auch den Vorteil, dass wir so direkt an
der "Basis" sind, die Pfarrer direkt ansprechen und nicht die
Verantwortlichen aus den "Zwischenebenen".
Der Superintendent empfahl uns, mit unserer Präsentation den Pfarrern
eine Motivation zu geben, sich mehr mit der Geschichte ihrer Gemeinden
zu befassen, mehr über das Woher ihrer Gemeindeglieder zu erfahren und
uns letztendlich auch als hilfreiche Partner anzusehen.
Dies kann mittels verschiedener Themen untersetzt werden, wie
- Erforschung berühmter Persönlichkeiten, deren Geschichte in ihren
Geburtsorten noch wenig bekannt ist;
- Zu- und Abwanderungen;
- soziale Strukturen;
- Auswirkungen von Kriegs- und Notzeiten;
- konfessionelle Verbindungen und Besonderheiten;
- Forschungen unserer Mitglieder zur Geschichte der Orte, Kirchen und
Kirchgemeinden;
- Aufarbeitung bzw. Auswertung kirchlicher Archivalien (neben den
Kirchenbüchern);
- u.v.a.m.
Auch das Lesen der alten Kirchenbücher ist eine Fähigkeit, die nicht
mehr alle Pfarrer beherrschen - auch hier können wir Hilfestellung geben!
Er gab auch zu erkennen, dass die Einsichtnahme in die Kirchenbücher und
-archivalien vor Ort auch nach der Verfilmung Sache der Kirchgemeinden
ist und er keine dogmatische Einschränkung sehe. Es kommt sicherlich
auch immer darauf an, wie gut die Genealogen und die Pfarrämter
"miteinander können". Ganz bestimmt wird es die Reputation wesentlich
erhöhen, wenn die Genealogen organisiert sind und einem "ordentlichen"
Verein angehören. Dies steht für eine gewisse Seriösität und
Professionalität - das sollten wir deutlich machen. Natürlich wissen wir
auch um die teilweise differenzierten Auffassungen von Pfarrern und
Kirchgemeindevorständen. Was der Eine will, muß der Andere noch lange
nicht mögen.
Es ist aber ein Anfang, der bei Erfolg auch in weiteren sächsischen
Kirchenbezirken fortgesetzt werden kann und soll.
Daher geht an Sie die große
B I T T E
uns Material jeglicher Art zukommen zu lassen, welches in die oben
erwähnten Thematiken passt. Bilder, Berichte, Chroniken, Statistiken,
Auswertungen,Audio- und Videodaten - und vor allem auch weitere Ideen!
Medien, welche noch nicht digitalisiert vorliegen (Hefte, Bücher,
Notizen,Papierbilder usw.) bitte auch nennen - bei Eignung kümmern wir
uns um die Digitalisierung.
Wir haben uns vorgenommen, die Präsentation bis Mitte November
fertigzustellen, um dann noch einen Feinschliff zu ermöglichen. Bei
einer angenommenen Bearbeitungszeit von acht Wochen müssen wir also
spätestens Mitte September das Material zusammen haben und beginnen -
das ist in gut fünf Wochen! Wir haben also keine Zeit zu verlieren.
Bitte unterstützen Sie uns mit Ihren Zuarbeiten in unser aller
Interesse! (Per Email an andreas.loeser(a)gmx.de - Anhänge bis 50 MB
werden akzeptiert)
Bei Fragen - fragen!
Viele Grüße
Andreas Löser