Liebe Vorstandsmitglieder, da hier die Diskussion auch begonnen wurde, möchte ich hier meinen Wissensstand betragen (soweit er öffentlich sein kann). Er beruht u.a. auf einem Gespräch zwischen Herrn Weissleder, Herrn Bollmann und mir, das auf Wunsch von Herrn Weissleder am letzten Samstag stattgefunden hat. Klaus-Peter Wessel war dazu auch eingeladen, konnte aber aus Termingründen nicht teilnehmen. Ich erlaube mir, hier nur die (mir am) wichtigsten (erscheinenden) Punkte wiederzugeben: 1) Herr Weissleder strebt ein Amt im DAGV-Vorstand an und wird wohl für den Vorsitz kandidieren 2) Herrn W. ist klar, dass er für die Arbeit der DAGV ein leistungsfähiges Team braucht (daher wohl der Wunsch nach dem Gespräch mit Bollmann, Wessel und Zierdt) - wir wissen nicht, ob er noch andere Personen für Ämter in der "Hinterhand" hat, man kann dies aber vermuten 3) Unsere Vermutung, dass das AfF-Papier aus diesem Grunde strategisch zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht wurde, hat er dementiert (das Papier sei seit 2007 in Vorbereitung) 4) Herr W. wollte mit dem AfF-Papier die inhaltlichen Punkte für die Arbeit der DAGV zusammenfassen. Unsere Anmerkungen, dass a) im Papier viele Punkte angesprochen wurden, die anderswo schon vorgestellt wurden, aber nichts Neues sind, und b) dass Leistungen des bisherigen Vorstandes, namentlich solche von Herrn Dr. Metzke, ausgespart sind, wurden uns als "Unterstellung" bzw. "unsere Wahrnehmung" ausgelegt und mit zahlreichen Argumenten unterfüttert, die man im Einzelnen sicher stark hinterfragen müsste 5) Die Motivation, Arbeit in der DAGV zu leisten, wurde von Herrn W. mit der Motivation, die bisher im Bund der Familienverbände und im privaten genealogischen Umfeld geleistete Arbeit auf eine größere und schwerer wiegende Basis zu stellen, beantwortet. Die Motivation wurde mit inhaltlichen (genealogischen) Interessen beantwortet, politisches blieb im Gespräch unerwähnt. Ob hinter der Motivation auch politische Gedanken stecken, und wie das AfF-Papier wahrzunehmen ist, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Auffällig ist, dass meine Gesprächspartner aus dem DAGV-Vorstand die gleiche Wahrnehmung haben wie ich - ich halte das Papier für strategisch ausgerichtet, und schliesse politische Aspekte nicht aus. Es wird in der Versammlung zum Genealogentag zu einer Abstimmung zwischen mindestens zwei Kandidaten kommen: Herrn W. und Herbert Stoyan. Es tut sich also einiges. Teile des weiteren DAGV-Vorstandes werden auch nicht zur Wiederwahl stehen (Scabell, Zierdt, möglicherweise Schiller). Der wesentliche Punkt ist: Viele der Vereinsvertreter in der Versammlung werden eine Wahl auf Basis der Vorstellung der Kandidaten während der Versammlung treffen oder zumindest darin stark beeinflusst (oder wurden bereits durch das AfF-Papier beeinflusst). Andere Vereinsvertreter werden eine andere Sicht teilen. Eines muss man Herrn Weissleder zugestehen: Er trifft die Themen in seiner Darstellung auf den Punkt und ist ein guter Rhetoriker. Herbert Stoyan muss also exzellent auf die Versammlung vorbereitet sein, um Paroli bieten zu können. Einzelne Details im Gespräch ist Herr Weissleder uns mit der offenen Aussage, er "wolle sein Pulver nicht vollständig vor der Versammlung verschießen" schuldig geblieben. Aufgrund der unklaren politischen Motivation des Herrn W. wäre ich dankbar, wenn sich unter uns eine Stimme für Herbert Stoyan finden würde. Viele Grüße aus Hamburg Holger