[gfkw-vorstand] Sicherung der Digitaldokumente
Liebe Vorstandsmitglieder, ein paar Dinge würde ich gern auf diesem Wege vor der Vorstandssitzung besprechen, damit wir am 15.01. Zeit für Anderes haben. Akut stellt sich die Frage nach der Sicherung der Digitalisate der Dokumente aus dem Staatsarchiv und anderswo, die sich mittlerweile auftürmen. Das wären: - Eheprotokolle Hof-, Stadt- und Landgericht Kassel - Kirchenbücher Kassel im StAM - Zivilstandsregister Kassel StAM Best. 315z - Woringer-Kartei - Ortssippenbuch Marburg - Kartei Sandershausen von Herrn Hermann - Nachlaß Luckhard/Homberg - Ahnenlistensammlung der GHGG dazu kommen noch in nächster Zeit - Kartei Heiligenrode von Herrn Hermann - Losch-Kartei Unabhängig von möglichen Bearbeitungen oder Publikationen auf CD/DVD oder im Internet müssen die unbearbeiteten, und daher auch speicherplatzfressenden Originaldateien dauerhaft gesichert werden. Da wir hier über derzeit 97,3 GB (!) Daten sprechen, muss eine Lösung jenseits der CD her. In den letzten Monaten hat sich herausgestellt, dass die derzeitigen DVD-Brenner schon beim Brennen der Medien fehlerhafte Sicherungen produzieren, die u.U. schon in wenigen Monaten zu unlesbaren Dateien führen können. Ausserdem sind die Farbstoffe der DVD-R und DVD+R -Medien auch im Idealfall nur ein paar Jahre haltbar. DVD-R und +R scheiden also aus. Es gibt derzeit zwei für uns realistische Sicherungsmedien, die eine deutliche längere Haltbarkeit aufweisen, da sie die Daten in einer dauerhaften Form speichern: MO (=magneto-optische Speicherung) und DVD-RAM (Phase-Change-Verfahren). Mein privater Rechner verfügt über beide notwendigen Laufwerkstypen. Bei MO, 3,5-Zoll-Format, passen rechnerisch 2,3 GB auf ein Medium, realistisch sind etwas mehr als 2,1 GB Daten unterzubringen. Ein Medium kostet ca. 14 Euro, wir bräuchten ca. 45 Medien = 630 Euro. Bei DVD-RAM, 5,25-Zoll-Format, passen rechnerisch 4,5 GB auf ein Medium, realistisch sind etwas mehr als 4 GB Daten unterzubringen. Ein Medium kostet derzeit ca. 4 Euro, wir bräuchten ca. 25 Medien = 100 Euro. Besser wäre eine doppelte Sicherung mit zwei verschiedenen Lagerorten, was die Kosten allerdings auch verdoppelt. Obwohl MO noch ein Quäntchen sicherer ist als DVD-RAM, geht mein Plädoyer eindeutig in Richtung DVD-RAM, zumal unser neues Notebook diese Medien lesen kann, MO nicht (MO ist weniger verbreitet, da es praktisch nur im professionellen IT-Bereich verwendet wird). Zum Schreiben der Medien kommt das Notebook leider nicht in Frage, da das Laufwerk nur mit einfacher Geschwindigkeit schreiben kann (ca. 1 Stunde/Medium) und nach meinen Tests auch nicht 100%ig zuverlässig. Wenn ich allerdings auf meinem heimischen Rechner solche Mengen DVDs für die GFKW schreibe, möchte ich gern nach einen Zuschuss zu meinem neuen DVD-RAM-Laufwerk, wenn nicht sogar nach einer Kostenübernahme (75 Euro) fragen (keine Bedingung oder Forderung, nur eine Bitte). Ich habe kürzlich ein LG 4163B gekauft, dass derzeit als eines der Laufwerke mit der höchsten Schreibqualität gilt. Zusammengefasst zwei Fragen, zu denen ich um Stellungnahme/Beschluss bitten würde: 1. Kauf von 50 DVD-RAM-Medien für ca. 200 Euro für die Dauer-Sicherung der Digitalisate? 2. Kostenzuschuss oder -übernahme des Zierdt'schen DVD-RAM-Laufwerkes? Viele Grüße Holger Zierdt
Liebe Vorstandsmitglieder,
Akut stellt sich die Frage nach der Sicherung der Digitalisate der Dokumente aus dem Staatsarchiv und anderswo, die sich mittlerweile auftürmen. Das wären: - Eheprotokolle Hof-, Stadt- und Landgericht Kassel - Kirchenbücher Kassel im StAM - Zivilstandsregister Kassel StAM Best. 315z - Woringer-Kartei - Ortssippenbuch Marburg - Kartei Sandershausen von Herrn Hermann - Nachlaß Luckhard/Homberg - Ahnenlistensammlung der GHGG dazu kommen noch in nächster Zeit - Kartei Heiligenrode von Herrn Hermann - Losch-Kartei
Ich denke, es handelt sich hier zum großen Teil um Material, für das wir einerseits größere Zeiträume zur Bearbeitung einkalkulieren müssen, für das andererseits ein Verlust bitter wäre. Deshalb sollte eine dauerhafte Sicherung durchführt werden.
1. Kauf von 50 DVD-RAM-Medien für ca. 200 Euro für die Dauer-Sicherung der Digitalisate?
Bin ich dafür.
2. Kostenzuschuss oder -übernahme des Zierdt'schen DVD-RAM-Laufwerkes?
Ja, und zwar wäre ich hier eher für die saubere Lösung, zumal 75 Euro ja nicht die Welt sind. Also Übernahme des Gerätes in das Eigentum der GFKW mit Nutzungsmöglichkeit durch Holger. Grüße mario
Mario Arend schrieb: Liebe Vorstandsmitglieder,
1. Kauf von 50 DVD-RAM-Medien für ca. 200 Euro für die Dauer-Sicherung der Digitalisate?
Bin ich dafür.
nach der Zustimmung von Mario und Gustaf habe ich diese Woche ein paar DVD-RAM-Medien zum Testen gekauft. Es gibt in D praktisch nur Maxell, Panasonic und Verbatim (Mitsubishi Chemical), die solche Medien anbieten. Ich habe keinerlei Qualitätsunterschiede feststellen können und daher Panasonic Medien gekauft, die mit einer 3er-Packung für 7,99 Euro erheblich günstiger zu bekommen waren, als ich angenommen hatte, so dass die Medien, incl. der Testexemplare (zusammen 61 Stück) etwa 160 Euro gekostet haben. Eine Bestellung übers Internet wäre wegen der Versandkosten kaum billiger geworden. Da bleiben dann vorraussichtlich ein paar übrig, die wir später noch verwenden können. Ich bringe die Sicherungen am kommenden Samstag mit, wir müssten dann mal überlegen, wo wir die lagern (1 Satz im Stadtarchiv in unserem Schrank = lichtgeschützt und kühl; wo den anderen?). Grüße Holger Zierdt
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Holger Zierdt