[gfkw-vorstand] FW: Angebote von genealogisch relevantem Archivgut z.B. bei ebay
Liebe Vorstandsmitglieder, es werden verstärkt genealogisch relevante Archivalien z.B. bei ebay angeboten, aktuell z.B. ein angebliches "Pfarrerbuches Ziegenhain 1765". Nicht zum konkreten Fall, sondern zur generellen Problematik habe ich mich an Herrn Dr. Metzke von der DAGV gewandt. Ich denke, das ist ein wichtiges Thema, und die DAGV könnte hier koordinierend wirken. Grüße mario -- cc: Vorstand der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck Vorstand des Vereins für Computergenealogie Sehr geehrter Herr Dr. Metzke, die Neuregelung des Personenstandsgesetzes ist ja nun in trockenen Tüchern, wenn auch die Auswirkungen erst später sichtbar werden. Meine Gratulation zu diesem Erfolg, an dem Sie und die DAGV ja auch Anteil haben. Mein aktuelles Anliegen ist nun freilich folgendes: Auf dem "freien Markt" z.B. beim Internet-Auktionator ebay werden in letzter Zeit verstärkt Archivalien angeboten, die genealogisch relevant sind, die jedoch in Archive gehören und nicht in private Hände. Ich spreche von Kirchenbüchern, Rechnungsbüchern u.ä. Archivalien. Folgende Beispiele finden Sie aktuell bei ebay: unter dem Titel "1765 NEUES PFARRBUCH - Handschrift HESSEN -Genealogie" Neues Pfarrerbuch Ziegenhain (Hessen), Handschrift, 36 x 12 cm, 46 Seiten, Einträge von 1765 bis 1792 http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=180091541695 sowie unter dem Titel "RECHNUNGSBUCH KIRCHE GRAFENWÖHR 1770 1779 A.D. #8" http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=200081948814 Dies sind nur 2 aktuelle Beispiele, weitere Beispiele (z.T. auch deren "Ausgang") finden Sie hier dokumentiert: http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Kirchenbuch_zu_verkaufen In der o.g. Angelegenheit "Pfarrerbuch Ziegenhain" werde ich zunächst das Landeskirchliche Archiv in Kassel verständigen und die Angelegenheit weiter verfolgen. Generell besteht hier m.E. Handlungsbedarf der DAGV! Die Genealogen können den Markt beobachten, wissen aber dann oft nicht, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie entsprechende Entdeckungen machen. Mitbieten ist problematisch, siehe hierzu den Artikel: "Gestohlenes Archivgut - erste Hilfe. Oder: Ist der Edle Käufer womöglich der Dumme?" http://archiv.twoday.net/stories/2544090/ Genealogen möchten aber nicht tatenlos zusehen, wenn für sie relevante Archivalien in unbekanntem Privatbesitz verschwinden! Die DAGV sollte sich dieser Thematik annehmen, den Mitgliedern bzw. den Genealogen konkrete Richtlinien an die Hand geben, nach denen man dann auch auf die zuständigen Organisationen, z.B. auf die Archive zutreten kann. Ein Aspekt darf dabei nicht übersehen werden: Oft werden solche Angebote erst spät entdeckt, vorzugsweise enden die Bieterfristen am Wochenende. Wenn dann nicht auf eine von DAGV und Vereinen vorgegebene Vorgehensweise zurückgegriffen werden kann, kann der "Entdecker" nicht handeln bzw. handelt vielleicht falsch. Vorstellbar wäre z.B., dass die DAGV mit den Archiv-Organisationen Ansprechpartner vereinbart, die im Bedarfsfall dann kurzfristig tätig werden können. Mit freundlichen Grüßen Mario Arend Vorstandsmitglied der GFKW Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.V. Beiratsmitglied des Vereins für Computergenealogie e.V.
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Mario Arend