[gfkw-vorstand] Hersfelder Schülerlisten
Liebe Vorstandsmitglieder, auf der gestrigen Veranstaltung haben ja Frau Brede und Herr Rosenkranz noch mal den Hersfelder Schülerlisten gefragt, die Herr Bernert seit Urzeiten bearbeitet. Wenn ich mich richtig daran erinnere, gab es da von seiner Seite die Frage, wie mit den 2 oder 3 Quellen mit z.T. unterschiedlichen Angaben umgegangen werden soll und ich meine, es gab Konsens, dass alle Quellen mit entsprechendem Hinweis auf diese Quellen Berücksichtigung finden sollten. Wie ist denn da der weitere Stand, gab es da schon Reaktionen von Herrn Bernert? Oder müssen wir da noch aktiv werden? Grüße mario
Lieber Mario und Alle, eben fand ich einen Brief von Herrn Bernert, Datum 26.11.2004.: Probleme bei der "Hersfelder Schülerliste" Darauf habe ich notiert:"Vorstand- zu besprechen!". Das haben wir mit Sicherheit auch getan und ich erinnere mich, dass Holger danach mit Herrn Bernert gesprochen hatte. Leider erinnere ich mich nicht Punkt für Punkt, was Holger mir (oder wahrscheinlich uns im Vorstand ) darüber berichtet hat. Da ich keinen Scanner besitze, versuche ich H. Bernerts Brief in Kurzform weiter zu geben: 1. Originalhandschrift der Schülerliste 1632-1704 ist in keinem Archiv mehr auffindbar. 2. Eine handschriftliche Abschrift existiert. Sie ist nicht überprüfbar, wurde von drei verschiedenen Händen bearbeitet. Dadurch ist die urspüngliche Abschrift nicht mehr zu rekonstruieren. Betr. 1141 Schüler. 3. Es gibt eine Kartei die wohl anhand der Abschrift angefertigt wurde aber mit Bearbeitungsvermerken und Ergänzungen die teilweise über die Abschrift hinausgehen. 4. Es gibt einen Teilabdruck in "Die Stiftsruine" 1938-1942. Der Text stimmt nicht mit dem Text der handschriftlichen Abschrift (2) überein. ...Umfang 881 Schüler. 5. Eine Übertragung der Karteikarten aus der Kartei (3), alphabetisiert, mit der Schreibmaschine. Zusätzliche Ergänzungen von Frau Schlieper, nicht immer gekennzeichnet. Einige Übertragungs- und Auslassungsfehler gegenüber den Karteikarten gibt es. Die auf den Karteikarten vorgenommkenen Zuordnungen zum Hersfelder Bürgerbuch, zu Universitätsmatrikeln und auch zu den Pfarrerbüchern und der anderen im Literaturverzeichnis genannten Bücher werden nur über das Datum nachgewiesen. Nach welchen Kriterien die Zuordnungen vorgenommen wurden, ist nicht feststellbar. Aus der Abschrift in (2) sind sie logischerweise nicht nachweisbar. Das gilt auch für die Zuordnung von Verwandtschaftsgraden wie "Sohn von", "Vater des" usw. Klärungsbedürfnis: 1. Welche Daten sollen zitiert werden? 2. Wie sollen die Daten zitiert werden? 3. Wie soll das Layout sein? 4. Welche Nachweise sollen angefertigt werden? 5. Welche Register sollen angefertigt werden? 6. In welcher Form sollen die Orte zitiert und eventuell in ein Register übernommen werden? 7. Wie sollen die Begleittexte, die teilweise lateinisch, teilweise bereits wohl übersetzt sind, übernommen werden? 8. Wie soll die Unsicherheit der Zuordnung erwähnt werden? So weit Herr Bernerts Brief, gekürzt! Sein Brief ist ein echter Hilferuf! Wahrscheinlich hat er erwartet, dass wir schriftlich auf alle Punkte eingehen ! Was wollen wir? Meine Idee ist: Die original Handschrift (d. h.die erste Abschrift) als Faksimile abzudrucken, so schlecht sie auch sein mag! Alles weitere als Kommentar zum Textverständnis, also der Reihe nach wie es im Text vorkommt. Namen- und Ortsregister so wie die Namen und Orte im Text oder Kommentar genannt sind. Ob dieses machbar ist? Hauptsache ist es die erste verfügbare Quelle/Text endlich zur Verfügung zu stellen! Die Bearbeitungen (viele Köche!!!) sind sekondär, denn die Quellen woraus die Bearbeitungen stammen sind zum Teil schon publiziert (die Hersfelder Bürgerbücher, die Uni Matrikel, die Kirchenbücher sind verfilmt) und können von den Lesern selbst eingesehen werden. Es geht eigentlich festzustellen wer auf der original Liste steht oder hätte stehen können. Da muß man den Urtext (Abschrift) vor sich haben! In wie weit die Bearbeitungen weitergegeben werden, müssen wir im Gespräch mit Herrn Bernert klären. Das erste Ziel für mich wäre die älteste Quelle verfügbar zu machen, also die erste verpfuschte Abschrift. Danach eine Edition des Textes, eigentlich Herr Bernerts Beitrag, wobei er die Karteien hier auswerten könnte wenn sie das Textverständnis ergänzen. Die genealogischen und biographischen Erweiterungen kann man weglassen, da sie nicht Teile des original Textes sind. Diese wären Stoff für einen Ergänzungsband oder Teil. Marjorie ----- Original Message ----- From: "Mario Arend" <mario@marend.de> To: "gfkw-vorstand" <gfkw-vorstand@genealogy.net> Sent: Wednesday, June 29, 2005 8:10 PM Subject: [gfkw-vorstand] Hersfelder Schülerlisten
Liebe Vorstandsmitglieder,
auf der gestrigen Veranstaltung haben ja Frau Brede und Herr Rosenkranz noch mal den Hersfelder Schülerlisten gefragt, die Herr Bernert seit Urzeiten bearbeitet.
Wenn ich mich richtig daran erinnere, gab es da von seiner Seite die Frage, wie mit den 2 oder 3 Quellen mit z.T. unterschiedlichen Angaben umgegangen werden soll und ich meine, es gab Konsens, dass alle Quellen mit entsprechendem Hinweis auf diese Quellen Berücksichtigung finden sollten.
Wie ist denn da der weitere Stand, gab es da schon Reaktionen von Herrn Bernert? Oder müssen wir da noch aktiv werden?
Grüße mario _______________________________________________ gfkw-vorstand mailing list gfkw-vorstand@genealogy.net http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/gfkw-vorstand
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