Lieber Maus-Vorstand, 1. zunächst möchte ich etwas zur Sachlage klären. Ich zitiere aus dem Schreiben des Anwaltbüros Göhmann vom 02.07.2009: "... Deswegen möchte ich hier noch einmal voranstellen, dass die Motivation meines Mandanten, Herrn Engelhard, aus der persönlichen Betroffenheit herrührt, als Vater den Grabstein und das Bild seiner Tochter veröffentlicht zu sehen." Nun das Zitat aus dem letzten Schreiben vom 21.07.2009: "Ich möchte also im Sinne von Herrn Engelhard noch einmal betonen, dass für ihn ausschließlich seine persönliche Betroffenheit im Vordergrund steht. Die Trauerarbeit aufgrund des Verlustes seiner Tochter ist nicht abgeschlossen und es ist für ihn äußerst schmerzlich, ihr Bild und ihren Grabstein im Internet veröffentlicht zu sehen, unabhängig von den Motiven der Veröffentlichung." Auf der Grundlage des ersten Zitats wurde vom Vorstand die Herausnahme des Grabsteins mehrheitlich abgelehnt. Jeder (insbesondere die Vorstandsmitglieder, die nun anders abgestimmt haben) möge bitte selbst entscheiden, ob das zweite Zitat eine Veränderung der Sachlage ergibt. Ich kann das nicht erkennen. Leider hat Herr Voß wieder einmal einen Meinungsaustausch in dieser Liste unterbunden und hat sofort um Abstimmung gebeten, ohne eine Gegenposition zuzulassen, ein demokratisches Verständnis, was ich nicht teilen kann. 2. Das Schreiben des RA-Büros Göhmann beginnt mit dem Satz: Zitat: "während Ihrer Urlaubsabwesenheit ist mein Mandant über einen Freund kontaktiert worden, der um Vermittlung gebeten worden war. Er war in diesem Zusammenhang noch einmal um Nennung seiner persönlichen Motive gebeten worden." Ich kann mich nicht daran erinnern, dass der Vorstand irgend jemanden um Vermittlung gebeten hat. Die Formulierung im zweiten Zitat unter Punkt 1 "Die Trauerarbeit aufgrund des Verlustes seiner Tochter ist nicht abgeschlossen" entstammt wortgetreu der Diskussion der Vorstandssitzung. Es müssen also vertrauliche Informationen an Herrn Engelhard weitergegeben worden sein. Auch die Tatsache, dass Herr Engelhard nunmehr Herrn Voß direkt per email kontaktiert, ist sehr verwunderlich. Für mich stellt das einen erheblichen Vertrauensbruch dar, den ich nicht akzeptieren kann. 3. Ich zitiere Herrn Voß aus seiner email vom 23.07.2009: Zitat: "Wenn Ihnen, Herr Dr. Juling, diese Begründungen nicht reichen, dann kann es nur an Ihrer Kompromisslosigkeit liegen. Was erwarten Sie von einem Betroffenen, dass er Kniefälle vor Ihnen machen und Bitte Bitte sagen muß?" Damit hat Herr Voß die sachliche Ebene verlassen, und ich bin nicht bereit, mich auf diese Weise beschimpfen zu lassen, nur weil ich zu meiner Meinung stehe. Die oben genannten Punkte (und ich meine nicht nur den Punkt 1) haben mich nun (nach zwei schlecht geschlafenen Nächten) zu der Entscheidung gelangen lassen, dass ich mein Amt als stellvertretender Vorsitzender der MAUS mit sofortiger Wirkung zur Verfügung stelle. Außerdem ziehe ich mich bis auf weiteres von den Online-Aktivitäten der MAUS zurück. Das gilt insbesondere für das Grabstein-Projekt. Vorsorglich betone ich hiermit, dass die Programmierungen zur Darstellung der MAUS-Datenbanken mein geistiges Eigentum sind, die ich weiter der MAUS zur Nutzung zur Verfügung stelle, aber bis auf weiteres nicht weiterentwickeln werde. Ich bin stolz, dass ich in den letzten Jahren dazu beitragen durfte, dass sich die MAUS zu einem modernen und weit über die Grenzen Bremens geachteten und bewunderten Genealogieverein entwickelt hat. Umso mehr schmerzt es mich, die Entwicklungen der letzten Wochen (ausgelöst durch die Einlassungen von Herr Ulrich) miterleben zu müssen. Mit traurigen Grüßen Herbert Juling