Sehr geehrte Mitglieder der Maus, als vor ein paar Monaten Herr Klostermann erkrankte und die Maus ohne Schatzmeister dastand war es mir eine Ehre die Aufgabe zu übernehmen. Nach Wochen der Tipperei um die Mitgliederverwaltung in ein neues Beitragsprogramm zu übertragen war ich heilfroh diesen wichtigen ersten Schritt erledigt zu haben. Die Daten wurden überprüft und die vielen fehlenden Beiträge angemahnt. Die jetzt noch fehlenden Beiträge sollten im Oktober in Angriff genommen werden, da ich ja zurzeit den Genealogentag in Bielefeld organisiere. Das ist eigentlich schon Arbeit genug. Auf der letzten Vorstandssitzung der Maus wurde ich dann offiziell vom Vorstand als kommissarische Schatzmeisterin gewählt. In der Mailingliste wurde diese Tatsache aber bisher nicht an die Mitglieder weiter gegeben. In der Sache Dr. Ulrich Grabstein Sandra Engelhard haben vor ca. 4 Wochen Dr. Juling, Herr Wolf, Herr Voß und ich zusammen gesessen und über die weitere Vorgehensweise beraten. Wir kamen Einhellig zu dem Schluss, dass wir den Grabstein auf keinen Fall wieder herausnehmen und bei einen Rechtsstreit Herr Wolf die Sache von seiner Kanzlei aus weiter betreut. Uns ging es ganz besonders um den Tatbestand, dass ein Herr Engelhard als Bremer Kaufmann nicht anders behandelt wird wie ein Herr YXZ von der Müllabfuhr. Nur weil ich jemanden kenne der jemanden kennt habe ich doch nicht mehr Rechte wie andere. Wir leben doch in keiner Zweiklassengesellschaft. Oder in Bremen vielleicht doch? Auf der späteren Vorstandssitzung wurde hart diskutiert. Herr Voß hatte seine Meinung in der Zwischenzeit geändert, sich aber mit dem Beschluss des Vorstands abfinden müssen, dass wir den Grabstein nicht herausnehmen. Herr Wolf bestätigte dem Vorstand dass der Maus im Falle eines Prozesses keine Kosten entstehen würden. Damit waren alle Anwesenden einverstanden. Die von Herrn Voß dann eingeleitete Abstimmung am 24.07. - 11:49 war für mich vollkommen unverständlich. Was mich aber am meisten erschüttert hat, war die Art und Weise der Abstimmung. Das hatte nichts mit Demokratie zu tun. Obwohl ich nun die Schatzmeisterin des Vereins war, hatte ich plötzlich keine Stimme. Die Abstimmung wurde ohne jede Diskussion abgeschlossen. Zitat: Es ist unnötig die Frage weiter zu diskutieren, ob durch das Schreiben von Herrn Engelhard eine neue Sachlage entstanden ist oder nicht Ohne über die Auswirkungen auf die gesamten Datenbanken nachzudenken wurde hier eine Entscheidung getroffen die ich als Mitglied im Vorstand der Maus - CompGen und der DAGV nicht mittragen kann. Diese Vorgehensweise hat mich so umgehauen, dass ich erst einmal in mich gehen musste um eine solche Art des Umgangs miteinander zu verdauen. Als Marionette im Vorstand stehe ich nicht zur Verfügung. Am letzten Donnerstag bin ich ganz bewusst nicht in die Maus gefahren um mir meine Meinung selbst zu bilden und nicht durch irgendwelche Äußerungen unter Druck gesetzt zu werden. Gestern wurde nun für die kommende Woche eine Vorstandssitzung einberufen. Nur weiß ich nicht was das soll, mir wurde kein Stimmrecht gegeben und ich bin auch nicht bereit diese Angelegenheit hinter dem Rücken der Mitglieder auszutragen. Dr. Juling und Herr Wolf haben nur das getan was ich auch tun werde, meiner Vorstellung von Recht und Gleichbehandlung treu bleiben. Herr Wolf hat in der vergangenen Woche seinen Rücktritt im Beirat und den Austritt aus der Maus erklärt. Das muss zwar nicht explizit in die Mailingliste, hat für mich aber eine große Bedeutung. Herr Wolf ist nicht nur unser Beiratsmitglied sondern für mich ein sehr kompetenter Genealoge der uns durch seinen Beruf immer in Datenschutzangelegenheiten fachkundig beraten hat. Warum wird uns das nicht mitgeteilt? Ist das auch alles unwichtig? Damit fehlen Dr. Juling, Herr Wolf und auch meine Wenigkeit. Vertritt der Vorstand in dieser Zusammensetzung wirklich noch die Interessen der Mitglieder? Hier geht es nicht nur um einen Grabstein, sondern darum ob man sich seine Rechte so hinbiegen darf wie man es gerne möchte. "Wenn uns die Abstimmung heute nicht gefällt dann diktieren wir eben morgen eine neue Abstimmung und fordern dazu auf so abzustimmen wie wir es gerne möchten." Das hatten wir alles schon mal und ich stehe dafür nicht zur Verfügung! Eine zutiefst erschütterte Helga Scabell