[Maus-vorstand-l] Grabstein-Diskussion
Liebe Vorstandsmäuse, ich fühle mich leider gezwungen, auf diesem Wege einiges klarzustellen, was möglicherweise in ein falsches Licht gestellt wurde. Herr Dr. Ulrich hat in den vergangenen Tagen einige von Ihnen/Euch schriftlich über seinen Schritt informiert, dass er den Status als Ehrenvorsitzender an die MAUS zurückgegeben hat. Herr Voß und ich sind über diese Schriftstücke nicht informiert worden, obwohl eine andere Vorgehensweise abgesprochen war. Daher fühle ich mich nun in der Pflicht, den Gesamtvorstand über die interne Diskussion zu unterrichen, um weiteren Spekulationen vorzubeugen. Streitpunkt ist die Veröffentlichung des Grabstein von Sandra Engelhard auf dem Oberneulander Friedhof. Am 08.06.2009 ließ Herr Karl Engelhard (Generalbevollmächtigter einer großen Bremer Firma) über sein Sekretärin in einer kurzen mail ausrichten, dass er die Entfernung des Grabstein seiner Tochter aus unserer Datenbank wünscht. Originalton aus dieser mail: "Das ist geschmacklos und pietätlos". Ich habe ihm dann (wie in anderen Fällen vorher) ausführlich, freundlich und sachlich zurückgeschrieben und unsere Beweggründe, unsere rechtliche und auch moralische Position dargelegt und um nähere Erläuterungen gebeten. Darauf kam keine Antwort, sondern man hat sich über Dritte direkt an Herrn Ulrich gewandt in der Hoffnung, er können aus seiner Vereinsposition heraus mehr bewegen. Herr Ulrich hat mir darauf eine entsprechende email geschickt und auf meinen Anrufbeantworter gesprochen. Er hat bei mir den Eindruck erweckt, als ob die Eltern ein ernsthaftes seelisches Problem mit der Veröffentlichung haben. Man habe schließlich ein Kind verloren. Ich habe daraufhin zunächst den Datensatz herausgenommen um in Ruhe den Sachverhalt zu klären. Danach stellte sich heraus, dass Herr Ulrich die Familie Engelhard gar nicht kennt, nie mit ihnen gesprochen hat und das Kind eine 36-jährige Frau ist, die bereits 2003 verstorben ist. Die Familie Engelhard hat den Tod ihrer Tochter sowohl im Weserkurier als auch im Schwäbischen Tagblatt Tübingen in einer Todesanzeige angezeigt. Nach einer Beratung zwischen Herrn Voß, Herrn Wolf, Frau Scabell (sie hat das Foto gemacht) und mir sind wir zum Entschluss gelangt, den Grabstein wieder freizuschalten. Mittlerweile besteht ein Schriftwechsel zwischen dem Anwalt der Familie Engelhard und der MAUS (anwaltlich vertreten durch Herrn Wolf). Herr Ulrich hat unsere Entscheidung zum Anlass genommen, seinen Ehrenvorsitz zurückzugeben und betreibt seitdem Lobbyarbeit gegen uns (Herrn Voß und mich) und hinter unserem Rücken. Und das nicht nur vereinsintern sondern auch außerhalb (z.B. wurde der Leiter des Staatsarchiv Dr. Elmshäuser eher informiert als wir). Ich denke, es ist verständlich, dass ich über diese Vorgehensweise sehr erbost bin. Ich fühle mich von Herrn Ulrich "hinters Licht geführt" Die allermeiste Korrespondenz in Sachen Grabstein-Datenbank ist bisher positiven Charakters. Gelegenlich kommt auch Kritik und auch der Wunsch, einzelne Grabsteine herauszunehmen. In allen bisherigen Fällen konnten wir aber durch sachliche Darlegung der gegenseitigen Positionen die Unstimmigkiten aus der Welt schaffen. In einem Fall wurde der Bremer Datanschützer eingeschaltet, in einem weiteren wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bremen gegen mich (bzw. die Maus) erstattet. Beides verlief im Sande. Es gibt aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund von dieser Linie abzuweichen. Ganz im Gegenteil würden wir einen Präzedenzfall schaffen, der unsere zukünftige Postion (auch rechtlich) stark schwächen würde. Wir haben immer gesagt, dass bei guten Gründen (die man sich durchaus vorstellen kann, aber bisher noch in keinem Fall vorgebracht werden konnten) im Einzelfall eine Entfernung von Datensätzen aus unseren Datenbanken durchaus diskutieren und dem nachkommen ist. Ein einfaches "ich will das aber nicht" reicht mir nicht aus. Wenn jemand das nicht will oder kann, stehen ihm alle rechtlichen Wege offen, seine Position durchzusetzen. Diesen Weg hat Herr Engelhard jetzt beschritten. Warten wir es ab. Die Rückgabe des Ehrenvorsitzes an den Vorstand der MAUS auf Grund des oben geschilderten Falls ist für mich nicht nachvollziehbar, gleichwohl akzeptiere ich ihn natürlich. Liebe Vorstandskollegen und -kolleginnen, ich stehe selbstverständlich für alle aufkommenden Fragen bereit und möchte mich dafür entschuldigen, dass diese email so lang geworden ist. Schöne Grüße Herbert (Juling) PS: In dieser geschlossenen MAUS-Vorstandsliste lesen alle zur Zeit dem erweiterten Vorstand angehörigen Mitglieder mit. Herr Ulrich ist nicht mehr dabei. Für Herrn Klostermann ist Frau Scabell als kooptierte Schatzmeisterin eingetragen.
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: <http://list.genealogy.net/mm/private/maus-vorstand-l/attachments/20090627/427c8e77/attachment.htm>
Lieber Herbert, meinen besten Dank an alle Grabstein-Mäuse. Das ist eine "nette " Herausforderung. Wir wissen aber, dass Daten, die bereits der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, nicht mehr unter Datenschutz stehen. .. zumal dies dem Allgemeinwohl dient. Gute Nerven wünscht, Dieter ----- Original Message ----- From: "Herbert Juling" <juling@lesum.de> To: "Maus-vorstand-L" <maus-vorstand-l at genealogy.net> Sent: Saturday, June 27, 2009 5:43 PM Subject: [Maus-vorstand-l] Grabstein-Diskussion Liebe Vorstandsmäuse, ich fühle mich leider gezwungen, auf diesem Wege einiges klarzustellen, was möglicherweise in ein falsches Licht gestellt wurde. Herr Dr. Ulrich hat in den vergangenen Tagen einige von Ihnen/Euch schriftlich über seinen Schritt informiert, dass er den Status als Ehrenvorsitzender an die MAUS zurückgegeben hat. Herr Voß und ich sind über diese Schriftstücke nicht informiert worden, obwohl eine andere Vorgehensweise abgesprochen war. Daher fühle ich mich nun in der Pflicht, den Gesamtvorstand über die interne Diskussion zu unterrichen, um weiteren Spekulationen vorzubeugen. Streitpunkt ist die Veröffentlichung des Grabstein von Sandra Engelhard auf dem Oberneulander Friedhof. Am 08.06.2009 ließ Herr Karl Engelhard (Generalbevollmächtigter einer großen Bremer Firma) über sein Sekretärin in einer kurzen mail ausrichten, dass er die Entfernung des Grabstein seiner Tochter aus unserer Datenbank wünscht. Originalton aus dieser mail: "Das ist geschmacklos und pietätlos". Ich habe ihm dann (wie in anderen Fällen vorher) ausführlich, freundlich und sachlich zurückgeschrieben und unsere Beweggründe, unsere rechtliche und auch moralische Position dargelegt und um nähere Erläuterungen gebeten. Darauf kam keine Antwort, sondern man hat sich über Dritte direkt an Herrn Ulrich gewandt in der Hoffnung, er können aus seiner Vereinsposition heraus mehr bewegen. Herr Ulrich hat mir darauf eine entsprechende email geschickt und auf meinen Anrufbeantworter gesprochen. Er hat bei mir den Eindruck erweckt, als ob die Eltern ein ernsthaftes seelisches Problem mit der Veröffentlichung haben. Man habe schließlich ein Kind verloren. Ich habe daraufhin zunächst den Datensatz herausgenommen um in Ruhe den Sachverhalt zu klären. Danach stellte sich heraus, dass Herr Ulrich die Familie Engelhard gar nicht kennt, nie mit ihnen gesprochen hat und das Kind eine 36-jährige Frau ist, die bereits 2003 verstorben ist. Die Familie Engelhard hat den Tod ihrer Tochter sowohl im Weserkurier als auch im Schwäbischen Tagblatt Tübingen in einer Todesanzeige angezeigt. Nach einer Beratung zwischen Herrn Voß, Herrn Wolf, Frau Scabell (sie hat das Foto gemacht) und mir sind wir zum Entschluss gelangt, den Grabstein wieder freizuschalten. Mittlerweile besteht ein Schriftwechsel zwischen dem Anwalt der Familie Engelhard und der MAUS (anwaltlich vertreten durch Herrn Wolf). Herr Ulrich hat unsere Entscheidung zum Anlass genommen, seinen Ehrenvorsitz zurückzugeben und betreibt seitdem Lobbyarbeit gegen uns (Herrn Voß und mich) und hinter unserem Rücken. Und das nicht nur vereinsintern sondern auch außerhalb (z.B. wurde der Leiter des Staatsarchiv Dr. Elmshäuser eher informiert als wir). Ich denke, es ist verständlich, dass ich über diese Vorgehensweise sehr erbost bin. Ich fühle mich von Herrn Ulrich "hinters Licht geführt" Die allermeiste Korrespondenz in Sachen Grabstein-Datenbank ist bisher positiven Charakters. Gelegenlich kommt auch Kritik und auch der Wunsch, einzelne Grabsteine herauszunehmen. In allen bisherigen Fällen konnten wir aber durch sachliche Darlegung der gegenseitigen Positionen die Unstimmigkiten aus der Welt schaffen. In einem Fall wurde der Bremer Datanschützer eingeschaltet, in einem weiteren wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bremen gegen mich (bzw. die Maus) erstattet. Beides verlief im Sande. Es gibt aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund von dieser Linie abzuweichen. Ganz im Gegenteil würden wir einen Präzedenzfall schaffen, der unsere zukünftige Postion (auch rechtlich) stark schwächen würde. Wir haben immer gesagt, dass bei guten Gründen (die man sich durchaus vorstellen kann, aber bisher noch in keinem Fall vorgebracht werden konnten) im Einzelfall eine Entfernung von Datensätzen aus unseren Datenbanken durchaus diskutieren und dem nachkommen ist. Ein einfaches "ich will das aber nicht" reicht mir nicht aus. Wenn jemand das nicht will oder kann, stehen ihm alle rechtlichen Wege offen, seine Position durchzusetzen. Diesen Weg hat Herr Engelhard jetzt beschritten. Warten wir es ab. Die Rückgabe des Ehrenvorsitzes an den Vorstand der MAUS auf Grund des oben geschilderten Falls ist für mich nicht nachvollziehbar, gleichwohl akzeptiere ich ihn natürlich. Liebe Vorstandskollegen und -kolleginnen, ich stehe selbstverständlich für alle aufkommenden Fragen bereit und möchte mich dafür entschuldigen, dass diese email so lang geworden ist. Schöne Grüße Herbert (Juling) PS: In dieser geschlossenen MAUS-Vorstandsliste lesen alle zur Zeit dem erweiterten Vorstand angehörigen Mitglieder mit. Herr Ulrich ist nicht mehr dabei. Für Herrn Klostermann ist Frau Scabell als kooptierte Schatzmeisterin eingetragen. _______________________________________________ Maus-vorstand-L mailing list Maus-vorstand-L at genealogy.net http://list.genealogy.net/mm/listinfo/maus-vorstand-l
Liebe Vorstandsmäuse, lieber Herbert, zu Deinen Ausführungen möchte ich doch gern etwas sagen - schweren Herzens weil ich niemanden verletzen möchte. Wir - die Grabstein-Mäuse und auch Du - haben immer gesagt, dass wir den Datensatz eines Grabsteins herausnehmen, wenn sich jemand davon betroffen fühlt. Aus diesem Grund sind ja auch die Grabsteine mit Todesfällen von weniger als 1 Jahr nicht öffentlich. Warum kann hier der Wunsch der Eltern nicht akzeptiert werden. Nebenbei bemerkt, der Grabstein von Sandra Engelhard ist wirklich nicht optimal fotografiert - eigentlich ist es ja nur die Schrift (ohne Familiennamen) mit dem perspektivisch verzerrten und gelb gefärbten Foto der Tochter. Wobei ich nicht weiß, ob das mit entscheidend für die Eltern war. Meiner Meinung wäre das Herausnehmen des Datensatzes problemloser gewesen, als jetzt die Veröffentlichung durchzusetzen, weil sie dem Recht entspricht. Und ein möglicher Prozess seitens der Eltern ist für das Ansehen der MAUS sicher nicht positiv, wie auch immer die rechtliche Regelung ausgehen würde. Zur "Lobbyarbeit" von Dr. Ulrich der Hinweis, dass er mich angerufen hat, Bernd Reps hat ihn zufällig in Bremen getroffen. Dr. Ulrich erklärte, dass er trotz seiner Entscheidung weiterhin gern der MAUS zur Verfügung stehen wird. Er bedauert seinen Schritt, sieht aber keine andere Möglichkeit. Ganz ehrlich gesagt - ein Ehrenvorsitzender wie Dr. Ulrich wäre mir lieber als der Datensatz von Sandra Engelhard in der Grabstein-Datenbank. Ich bitte den Vorstand, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Viele Grüße Uta (Bothe) -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: maus-vorstand-l-bounces at genealogy.net [mailto:maus-vorstand-l-bounces at genealogy.net] Im Auftrag von Herbert Juling Gesendet: Samstag, 27. Juni 2009 17:43 An: Maus-vorstand-L Betreff: [Maus-vorstand-l] Grabstein-Diskussion Liebe Vorstandsmäuse, ich fühle mich leider gezwungen, auf diesem Wege einiges klarzustellen, was möglicherweise in ein falsches Licht gestellt wurde. Herr Dr. Ulrich hat in den vergangenen Tagen einige von Ihnen/Euch schriftlich über seinen Schritt informiert, dass er den Status als Ehrenvorsitzender an die MAUS zurückgegeben hat. Herr Voß und ich sind über diese Schriftstücke nicht informiert worden, obwohl eine andere Vorgehensweise abgesprochen war. Daher fühle ich mich nun in der Pflicht, den Gesamtvorstand über die interne Diskussion zu unterrichen, um weiteren Spekulationen vorzubeugen. Streitpunkt ist die Veröffentlichung des Grabstein von Sandra Engelhard auf dem Oberneulander Friedhof. Am 08.06.2009 ließ Herr Karl Engelhard (Generalbevollmächtigter einer großen Bremer Firma) über sein Sekretärin in einer kurzen mail ausrichten, dass er die Entfernung des Grabstein seiner Tochter aus unserer Datenbank wünscht. Originalton aus dieser mail: "Das ist geschmacklos und pietätlos". Ich habe ihm dann (wie in anderen Fällen vorher) ausführlich, freundlich und sachlich zurückgeschrieben und unsere Beweggründe, unsere rechtliche und auch moralische Position dargelegt und um nähere Erläuterungen gebeten. Darauf kam keine Antwort, sondern man hat sich über Dritte direkt an Herrn Ulrich gewandt in der Hoffnung, er können aus seiner Vereinsposition heraus mehr bewegen. Herr Ulrich hat mir darauf eine entsprechende email geschickt und auf meinen Anrufbeantworter gesprochen. Er hat bei mir den Eindruck erweckt, als ob die Eltern ein ernsthaftes seelisches Problem mit der Veröffentlichung haben. Man habe schließlich ein Kind verloren. Ich habe daraufhin zunächst den Datensatz herausgenommen um in Ruhe den Sachverhalt zu klären. Danach stellte sich heraus, dass Herr Ulrich die Familie Engelhard gar nicht kennt, nie mit ihnen gesprochen hat und das Kind eine 36-jährige Frau ist, die bereits 2003 verstorben ist. Die Familie Engelhard hat den Tod ihrer Tochter sowohl im Weserkurier als auch im Schwäbischen Tagblatt Tübingen in einer Todesanzeige angezeigt. Nach einer Beratung zwischen Herrn Voß, Herrn Wolf, Frau Scabell (sie hat das Foto gemacht) und mir sind wir zum Entschluss gelangt, den Grabstein wieder freizuschalten. Mittlerweile besteht ein Schriftwechsel zwischen dem Anwalt der Familie Engelhard und der MAUS (anwaltlich vertreten durch Herrn Wolf). Herr Ulrich hat unsere Entscheidung zum Anlass genommen, seinen Ehrenvorsitz zurückzugeben und betreibt seitdem Lobbyarbeit gegen uns (Herrn Voß und mich) und hinter unserem Rücken. Und das nicht nur vereinsintern sondern auch außerhalb (z.B. wurde der Leiter des Staatsarchiv Dr. Elmshäuser eher informiert als wir). Ich denke, es ist verständlich, dass ich über diese Vorgehensweise sehr erbost bin. Ich fühle mich von Herrn Ulrich "hinters Licht geführt" Die allermeiste Korrespondenz in Sachen Grabstein-Datenbank ist bisher positiven Charakters. Gelegenlich kommt auch Kritik und auch der Wunsch, einzelne Grabsteine herauszunehmen. In allen bisherigen Fällen konnten wir aber durch sachliche Darlegung der gegenseitigen Positionen die Unstimmigkiten aus der Welt schaffen. In einem Fall wurde der Bremer Datanschützer eingeschaltet, in einem weiteren wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bremen gegen mich (bzw. die Maus) erstattet. Beides verlief im Sande. Es gibt aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund von dieser Linie abzuweichen. Ganz im Gegenteil würden wir einen Präzedenzfall schaffen, der unsere zukünftige Postion (auch rechtlich) stark schwächen würde. Wir haben immer gesagt, dass bei guten Gründen (die man sich durchaus vorstellen kann, aber bisher noch in keinem Fall vorgebracht werden konnten) im Einzelfall eine Entfernung von Datensätzen aus unseren Datenbanken durchaus diskutieren und dem nachkommen ist. Ein einfaches "ich will das aber nicht" reicht mir nicht aus. Wenn jemand das nicht will oder kann, stehen ihm alle rechtlichen Wege offen, seine Position durchzusetzen. Diesen Weg hat Herr Engelhard jetzt beschritten. Warten wir es ab. Die Rückgabe des Ehrenvorsitzes an den Vorstand der MAUS auf Grund des oben geschilderten Falls ist für mich nicht nachvollziehbar, gleichwohl akzeptiere ich ihn natürlich. Liebe Vorstandskollegen und -kolleginnen, ich stehe selbstverständlich für alle aufkommenden Fragen bereit und möchte mich dafür entschuldigen, dass diese email so lang geworden ist. Schöne Grüße Herbert (Juling) PS: In dieser geschlossenen MAUS-Vorstandsliste lesen alle zur Zeit dem erweiterten Vorstand angehörigen Mitglieder mit. Herr Ulrich ist nicht mehr dabei. Für Herrn Klostermann ist Frau Scabell als kooptierte Schatzmeisterin eingetragen. _______________________________________________ Maus-vorstand-L mailing list Maus-vorstand-L at genealogy.net http://list.genealogy.net/mm/listinfo/maus-vorstand-l Checked by AVG - www.avg.com Version: 8.5.374 / Virus Database: 270.12.93/2205 - Release Date: 06/27/09 05:53:00
Uta Bothe schrieb:
... Wir - die Grabstein-Mäuse und auch Du - haben immer gesagt, dass wir den Datensatz eines Grabsteins herausnehmen, wenn sich jemand davon betroffen fühlt. Aus diesem Grund sind ja auch die Grabsteine mit Todesfällen von weniger als 1 Jahr nicht öffentlich. ...
Liebe Uta und Mitleser(innen), alle am Grabsteinprojekt Beteiligten waren sich schon vor der ersten Veröffentlichung eines Grabsteins darüber bewusst, dass mit dessen Realisierung nicht nur "rechtliche Fragen", sondern selbstverständlich auch grundlegende Fragen der Pietät aufgeworfen werden. Es bestand zumindest bisher Konsens darüber, dass den unter Pietätsgesichtspunkten aufgeworfenen Fragen im Regelfall (!) dadurch in gebotener Weise Rechnung getragen ist, dass Grabsteine vor Ablauf des traditionellen "Trauerjahres" nicht veröffentlicht werden. "Rechtlich" wäre überhaupt keine Sperrfrist einzuhalten. Nach Ablauf dieser Sperrfrist (die aus technischen Gründen eine Mindestfrist ist, tatsächlich aber bis zu zwei Jahren beträgt), haben wir von Betroffen Angehörigen bisher eine "Begründung" verlangt, die über ein schlichtes "ich möchte das nicht" hinausgeht. Eine derartige Begründung wurde bisher allerdings noch in keinem Einzelfall gegeben und deshalb wurden bisher auch alle "Forderungen" dieser Art (u. a. auch gegenüber dem Landesdatenschutzbeauftragten) zurückgewiesen.
... Warum kann hier der Wunsch der Eltern nicht akzeptiert werden. ...
Die uns bekannte Begründung im Falle Engelhard beschränkt sich bisher auf folgende Ausführungen: "Herr Engelhard bittet, dass der Name seiner Tochter aus dem Verzeichnis gänzlich herausgenommen wird. Es ist geschmacklos und pietätlos, und ist eine Privatspäre, die gewahrt werden soll." Das war uns in der Vergangenheit zu wenig und das ist uns auch in der Gegenwart zu wenig. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir es im konkreten Fall mit einem Todesfall einer 36-jährigen Person aus dem Jahre 2003 zu tun haben, der auch andernorts unschwer nachvollzogen werden kann. Siehe http://familienanzeigen.genealogy.net/detailstod.php?ID=157546&PID=19 und http://familienanzeigen.genealogy.net/detailstod.php?ID=156065&PID=1 Ist ein einfaches "ich möchte das nicht" wirklich ein tragfähiger Grund, um Löcher in ein Projekt zu reißen, dass nicht nur Personen, sondern auch heutige Friedhofskultur dokumentiert?
... Meiner Meinung wäre das Herausnehmen des Datensatzes problemloser gewesen, als jetzt die Veröffentlichung durchzusetzen, weil sie dem Recht entspricht. Und ein möglicher Prozess seitens der Eltern ist für das Ansehen der MAUS sicher nicht positiv, wie auch immer die rechtliche Regelung ausgehen würde. ...
Das ist eine etwas "verkürzte Betrachtungsweise". Wir schreiben hier nicht über etwas "Anonymes", sondern über etwas sehr "Reales", dass sich jedermann und jederzeit auf dem Oberneulander Friedhof "in natura" ansehen kann. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht nur Eines: Nach meinem bisherigen Erkenntnisstand wird hier eine "besondere persönliche Betroffenheit" der Angehörigen allenfalls "vorgegaukelt". Nachvollziehbar geltend gemacht wurde dies der MAUS gegenüber bisher jedenfalls nicht (siehe oben). Auch gegenüber Herrn Dr. Ulrich wurde dies bisher nicht etwa unmittelbar geltend gemacht, denn er hat mit den Angehörigen weder gesprochen noch mit ihnen korrespondiert. Er wurde - so mein Kenntnisstand - lediglich von dritter Seite auf "ein vermeintliche Problem der Angehörigen" angesprochen. Insoweit nehme ich für mich mit nachhaltiger Verwunderung zur Kenntnis, dass und wie hier auf eine bemerkenswerte Art und Weise auf verschlungenen Pfaden aus der MAUS selbst heraus versucht wird, "Druck" auf die MAUS aufzubauen. Oder wollen wir "Beschwerdeführer", die sich nur "einfach beschweren" etwa anders behandeln, als diejenigen "Beschwerdeführer", die sich in der Sache zwar nicht anders beschweren als andere, aber den "Obergefreitenweg" kennen? Um es vorweg zu nehmen: Das ist mit mir nicht zu machen. In diesem Falle wird meine Mitgliedsnummer frei. -- Mit den besten Grüßen Hans-Jürgen Wolf
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: <http://list.genealogy.net/mm/private/maus-vorstand-l/attachments/20090630/b693888b/attachment.htm>
Uta Bothe schrieb:
Liebe Vorstandsmäuse, lieber Herbert,
zu Deinen Ausführungen möchte ich doch gern etwas sagen - schweren Herzens weil ich niemanden verletzen möchte.
Wir - die Grabstein-Mäuse und auch Du - haben immer gesagt, dass wir den Datensatz eines Grabsteins herausnehmen, wenn sich jemand davon betroffen fühlt.
Richtigstellung: Das habe ICH so nie gesagt, sondern von einer nachvollziehbaren Begründung abhängig gemacht.
Aus diesem Grund sind ja auch die Grabsteine mit Todesfällen von weniger als 1 Jahr nicht öffentlich.
Wir wollten das traditionelle Trauerjahr berücksichtigen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Gruß Herbert (Juling)
Warum kann hier der Wunsch der Eltern nicht akzeptiert werden. Nebenbei bemerkt, der Grabstein von Sandra Engelhard ist wirklich nicht optimal fotografiert - eigentlich ist es ja nur die Schrift (ohne Familiennamen) mit dem perspektivisch verzerrten und gelb gefärbten Foto der Tochter. Wobei ich nicht weiß, ob das mit entscheidend für die Eltern war.
Meiner Meinung wäre das Herausnehmen des Datensatzes problemloser gewesen, als jetzt die Veröffentlichung durchzusetzen, weil sie dem Recht entspricht. Und ein möglicher Prozess seitens der Eltern ist für das Ansehen der MAUS sicher nicht positiv, wie auch immer die rechtliche Regelung ausgehen würde.
Zur "Lobbyarbeit" von Dr. Ulrich der Hinweis, dass er mich angerufen hat, Bernd Reps hat ihn zufällig in Bremen getroffen. Dr. Ulrich erklärte, dass er trotz seiner Entscheidung weiterhin gern der MAUS zur Verfügung stehen wird. Er bedauert seinen Schritt, sieht aber keine andere Möglichkeit.
Ganz ehrlich gesagt - ein Ehrenvorsitzender wie Dr. Ulrich wäre mir lieber als der Datensatz von Sandra Engelhard in der Grabstein-Datenbank.
Ich bitte den Vorstand, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.
Viele Grüße Uta (Bothe)
Liebe Uta, Du sprichst mir mit Deiner Mail aus der Seele! Da ich "nur" aus den wenigen Mails davon erfahren habe, wollte ich mich eigentlich heraushalten, weil ich nicht wußte, ob noch weitere Faktoren, die mir unbekannt sind, eine Rolle spielten. Aber genau wie Du es geschrieben hast - genauso hab ich das auch gesehen! Das Grabsteinprojekt ist eine wirklich gelungene Idee mit einer hervorragenden Umsetzung - keine Frage! Aber es handelt sich um ein Hobby und da sollte man zwar den Angehörigen, wenn sie sich melden, erklären, warum wir das machen und dass es ja vielleicht doch auch Vorteile für die betreffende Familie haben könnte. Wenn sie aber absolut nicht wollen, dann sollte man das respektieren. Indem man Leute verärgert tut man dem Ansehen des Vereins wirklich keinen Gefallen! - Da kann man noch so sehr im Recht sein.... Es wäre schön, wenn sich noch eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden würde! Deine Aussage: "ein Ehrenvorsitzender wie Dr. Ulrich wäre mir lieber als der Datensatz von Sandra Engelhard in der Grabstein-Datenbank" - sehe ich genau so. Auf ein weiterhin gutes Miteinander! Herzliche Grüße Bärbel
Liebe Uta, sehr geehrte Frau Ebeling, mir scheint, hier ist die Tragweite dieses Vorgangs nicht ganz klar geworden. Wir sind der Vorstand eines fast 1000 Mitglieder zählenden Vereins und nicht gewählt worden, um unsere persönlichen emotionalen Entscheidungen zu treffen. Es geht hier ums Prinzip (auch um die vereinsinterne Umgangsweise miteinander) und die in meinen Augen zukunftsweisende Vereinspolitik, die ich bisher mitgestalten durfte. Ich möchte hier ebenfalls unmissverständlich klarstellen: sollte der Vorstand zu einer anderen als der bisherigen Entscheidung in diesem Fall kommen, werde ich die persönlichen Konsequenzen ziehen.
"ein Ehrenvorsitzender wie Dr. Ulrich wäre mir lieber als der Datensatz von Sandra Engelhard in der Grabstein-Datenbank"... ... und ein stellvertretender Vorsitzender Herbert Juling.
Gruß Herbert Juling
Liebe Uta, liebe Bärbel So ganz verstehe ich die Argumentation nicht. Da steht ein Grabstein seit Jahren an einem öffentlichen Ort und kann von jedermann, nicht nur von den Angehörigen, gesehen werden, man kann sagen, er wurde aufgestellt, um allen zu zeigen: "Hier wurde ein geliebter Mensch begraben, den wir nicht vergessen wollen". Jetzt wunde dieser öffentlich aufgestellte Grabstein fotografiert und denselben Leuten, die ihn vorher auch sehen konnten, im Internet sichtbar gemacht. Der Amerikaner muss nichtmehr nach Bremen fahren, der kann ihn von zuhause aus sehen. Seinerzeit wurden Regeln aufgestellt, in begründeten Ausnahmefällen auf eine Veröffentlichung zu verzichten. Ein einfaches "Ich will das nicht" ist keine Begründung. Es geht ja nicht darum, das der Grabstein nicht aus dem Internet genommen werden soll, es geht nur darum, das keine stichhaltige Begründung vorliegt und offenbar auch nicht gegeben wird. Wenn wir diesen Grabstein jetzt aus dem Netz nehmen, kommt morgen einer, der will, dass eine Todesanzeige gelöscht wird, und übermorgen sollen wir alle Unterlagen mit einem Namen vernichten. Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist dass Herr Dr. Ulrich jetzt seinen Ehrenvorsitz in die Waagschale wirft, um eine Regel zu brechen, der er als Vorstandsmitglied zugestimmt hat. Damit bekommt die Sache eine ganz andere Dimension. Wenn wir hier jetzt nachgeben, sind wir erpreßbar, dann können wir auch gleich ganz aufhören. Mit freundlichen Grüßen Gisbert (Berwe) ----- Original Message ----- From: <Ebeling-Verden at t-online.de> To: "Maus-vorstand-L" <maus-vorstand-l at genealogy.net> Sent: Wednesday, July 01, 2009 12:28 AM Subject: Re: [Maus-vorstand-l] Grabstein-Diskussion Liebe Uta, Du sprichst mir mit Deiner Mail aus der Seele! Da ich "nur" aus den wenigen Mails davon erfahren habe, wollte ich mich eigentlich heraushalten, weil ich nicht wußte, ob noch weitere Faktoren, die mir unbekannt sind, eine Rolle spielten. Aber genau wie Du es geschrieben hast - genauso hab ich das auch gesehen! Das Grabsteinprojekt ist eine wirklich gelungene Idee mit einer hervorragenden Umsetzung - keine Frage! Aber es handelt sich um ein Hobby und da sollte man zwar den Angehörigen, wenn sie sich melden, erklären, warum wir das machen und dass es ja vielleicht doch auch Vorteile für die betreffende Familie haben könnte. Wenn sie aber absolut nicht wollen, dann sollte man das respektieren. Indem man Leute verärgert tut man dem Ansehen des Vereins wirklich keinen Gefallen! - Da kann man noch so sehr im Recht sein.... Es wäre schön, wenn sich noch eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden würde! Deine Aussage: "ein Ehrenvorsitzender wie Dr. Ulrich wäre mir lieber als der Datensatz von Sandra Engelhard in der Grabstein-Datenbank" - sehe ich genau so. Auf ein weiterhin gutes Miteinander! Herzliche Grüße Bärbel _______________________________________________ Maus-vorstand-L mailing list Maus-vorstand-L at genealogy.net http://list.genealogy.net/mm/listinfo/maus-vorstand-l
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: <http://list.genealogy.net/mm/private/maus-vorstand-l/attachments/20090630/b770bf26/attachment.htm>
participants (7)
-
Berwe@Genpluswin.de
-
Ebeling-Verden@t-online.de
-
fritzsch@online.de
-
hans-juergen.wolf@nwn.de
-
juling@lesum.de
-
memeldaten@hotmail.de
-
uta.bothe@gmx.de