Re: [Maus-vorstand-l] Erweiterung der Vorstandsliste
Lieber Herr Haake, vielen Dank für Ihren Beitrag, ich möchte aber zu einige Punkten etwas beitragen. Hermann Haake schrieb am 31.03.2005:
Herr Klostermann hat mir in einem Gespräch eindeutig erklärt, dass er grundsätzlich gegen die Eingabe dieser Kartei ins Internet ist.
Ich habe gestern auch mit Herrn Klostermann über dieses Theam gesprochen. Er hat eine persönliche Aversion gegen das Internet, die er aber nicht rational begründen konnte. Ich finde das zwar sehr schade, aber wir müssen das akzeptieren. Wir dürfen diese Tatsache aber nicht zur Grundlage unserer Entscheidungen machen.
Begründung unten. In einem Gespräch mit Frau Lütjen kamen wir gemeinsam zu folgendem Ergebnis: Es ist zu bedenken, welchen Nutzen die MAUS hierdurch hat. Da es sich bei dieser Kartei nur um Namen von Bremer Personen vor Einführung der Kirchenbuchführung handelt, die Haltermann aus Bürgerbüchern, Hauskäufen, Steuerlisten aller Art usw. ermittelt hat, wird die unvermeidliche Folge sein, dass in aller Welt Leser, die Interesse an einem Namen haben, nicht etwa nach Bremen kommen, sondern Anfragen an die MAUS richten. Jeder, der einmal den Versuch gemacht hat, familiäre Verbindungen rückwärts (aus der Vergangenheit in die Gegenwart) herzustellen, weiß, wie schwierig das ist. Frau Lütjen weiß, wovon sie spricht. Wir warnen davor, eine Flut von Anfragen loszutreten, die von den wenigen Freiwilligen, die diese Anfragen bearbeiten, nicht mehr bewältigt werden können.
Ich kann Ihre Bedenken verstehen, es MUSS aber nicht so sein (siehe Erfahrungsbericht Karl Wesling). Bezogen auf die Haltermann-Kartei könnte man sich auch vorstellen, keine Anfragen anzubieten, oder nur Maus-Mitgliedern eine entsprechende Möglichkeit zu geben. Sie sprechen da aber ein grundsätzliches Problem an, was sich auch aus anderen Gründen ergibt. Unser Verein ist stark gewachsen, das bringt eine stärkere Nachfrage mit sich. Ich bezweifele, dass sich die Situation durch die Veröffentlichung der Haltermann-Kartei dramatisch verschlechtert. Wir müssen also grundsätzlich dieses Probelm im Auge behalten.
Ich bin mit Herrn Klostermann und Frau Lütjen darin einig, dass nicht alles ins Internet gestellt werden muss und damit allen Genealogen der Eindruck vermittelt wird, man brauche keine eigene Quellenforschung mehr zu betreiben.
Gestatten Sie mir, hier zu widersprechen, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Ich denke schon, dass es zu den Aufgaben eines modernen Vereins gehört, die sich bietenden modernen Möglichkeiten zu nutzen. Meiner Ansicht nach liegt der Grund für den starken Mitgliederzuwachs der Maus (1999: 430, heute 760 Mitglieder) in der bisherigen Offenheit unseres Vereins insbesondere gegenüber den freien Veröffentlichungen im Internet. 2. Speziell bei der Haltermann-Kartei denken Sie bitte auch an die vielen Mitglieder, die (aus beruflichen Gründen oder großer Entfernung) nicht die Möglichkeit haben, regelmäßig unser Archiv zu besuchen. Mit der Veröffentlichung von Datenmaterial im Internet erhalten sie die Möglichkeit, von zuhause aus Vorrecherchen zu machen, die bei gelegentlichen Besuchen im Archiv ein effektiveres Arbeiten ermöglichen. Außerdem werden dadurch die Archivalien geschont. 3. Wir haben bei den vergangenen Online-Projekten (Passagierlisten, Ortsfamilienbücher, neuerdings Grabsteine) eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit unter unseren Mitglieder erfahren. Die geplante Digitalisierung der Haltermann-Kartei geht ja weit über das reine Veröffentlichen der Daten hinaus. Ganz im Gegenteil bietet dieses Projekt mitarbeitswilligen Mitglieder die Möglichkeit, z.B. bei der Indexierung der Katei von zu Hause aus mitzuwirken. Eine freiwillige Mitarbeit deiniert sich nicht nur allein auf die Arbeit im Archiv. 4. Ganz allgemein tut es mir manchmal in der Seele weh, wenn ich merke, dass die z.T. lebenslange Arbeit von verdienten Genealogen nur von sehr Wenigen und teilweise mehr oder weniger zufällig gefunden und genutzt wird. Es sollte eigentlich für jeden Bearbeiter von Daten (und auch für unseren Verein) das Ziel sein, einen möglichst große Anzahl von Interessenten zu erreichen. Aus diesen Gründen bin ich für die Veröffentlichung möglichst vieler Quellen in digitaler Form im Internet. Die häufig geäußerte Angst, dass damit eine Mentalität der oberflächlichen Familien- oder Quellenforschung geschürt wird, konnte bisher nicht glaubhaft bewiesen werden. Es erhöht sich allerdings die Zahl derjenigen, die unser gemeinsames Hobby entdecken, und damit auch die Zahl von Anfängeranfragen. Ich persönlich betrachte das aber als positiven Nebeneffekt. Schöne Grüße Herbert Juling
Herbert Juling schrieb: [...]
2. Speziell bei der Haltermann-Kartei denken Sie bitte auch an die vielen Mitglieder, die (aus beruflichen Gründen oder großer Entfernung) nicht die Möglichkeit haben, regelmäßig unser Archiv zu besuchen. Mit der Veröffentlichung von Datenmaterial im Internet erhalten sie die Möglichkeit, von zuhause aus Vorrecherchen zu machen, die bei gelegentlichen Besuchen im Archiv ein effektiveres Arbeiten ermöglichen.
Die geplante Digitalisierung der Haltermann-Kartei geht ja weit über das reine Veröffentlichen der Daten hinaus. Ganz im Gegenteil bietet dieses Projekt mitarbeitswilligen Mitglieder die Möglichkeit, z.B. bei der Indexierung der Katei von zu Hause aus mitzuwirken. Eine freiwillige Mitarbeit deiniert sich nicht nur allein auf die Arbeit im Archiv.
Und genau hier gilt es zu versuchen viel mehr Mitglieder aktiv in die Arbeit des Vereins einzubinden. Alle die Mitglieder, die nicht in Bremen und umzu wohnen, haben gar keine andere Möglichkeit, als über das Internet Hilfe für die Maus zu leisten. Oft ist es wiederum bei den Bremer-Mäusen so, dass diese wiederum kein Interesse an Bremer Quellen, wohl aber am guten Archiv haben. Wir haben durch das Medium Internet heute wesentlich mehr Möglichkeiten, als noch vor 3-4 Jahren im Internet. Auch dort kommen ja täglich neue Lösungen hinzu. Und die Software, die wir für die Holtermannkartei einsetzen wollen, ist hier der Schritt in ganz neue Arbeitsweisen. Es geht eben nicht nur um die Bereitstellung von digitalisierten Karteikarten, sondern es geht primär um ein Beispielprojekt mit zwei Aspekten: a) digitalisierte Quellen bereitstellen b) Online Bearbeitungsmöglichkeiten bieten Theoretisch bietet das System sogar die Möglichkeit Daten nur beschränkt anzuzeigen (z.b. nur Mitgliedern), oder auch nur gegen Bezahlung. Aber wir sind ja ein Verein und kein wirtschaftlicher Betrieb, und wollen darum ja unsere Arbeit nicht verkaufen. Sehen wir in diesem Projekt also vor allem die Chance mehr Mitglieder an Vereinsprojekten mitarbeiten zu lassen.
Aus diesen Gründen bin ich für die Veröffentlichung möglichst vieler Quellen in digitaler Form im Internet. Die häufig geäußerte Angst, dass damit eine Mentalität der oberflächlichen Familien- oder Quellenforschung geschürt wird, konnte bisher nicht glaubhaft bewiesen werden. Es erhöht sich allerdings die Zahl derjenigen, die unser gemeinsames Hobby entdecken,
Dem kann ich auch nur zustimmen und das muss auch jeder in der Maus in den letzten Jahen selber durch unser Mitgliederwachstum erfahren haben. Vielleicht noch ein Nachsatz: Um in diese Technik einzusteigen haben wir ein Projekt auswählen muessen. Hr. Voss schlug eben die Holtermannkartei vor; es könnte aber auch jede andere Art von Quelle sein. Für Karteikasten- sammlungen liegen bei der Softwarefirma grosse Erfahrungen vor, da für Universitäts- und Staatsbibliotheken Zettelkataloge zu mehreren Millionen inzwischen digitalisiert aufbereitet wurden. Eine grosse Anwendung, die in unseren Bereich geht, der auch mit der Technik realisiert wurde, sind die Berliner Adressbücher. -- Mit freundlichem Gruss / kind regards Peter (Klaus-Peter Wessel)
Liebe Vorstandsmäuse, unser Ehrenvorsitzender Dr. Ulrich, frisch aus dem Osterurlaub zurückgekehrt, liest jetzt auch in dieser Liste mit. Herzlich willkommen. Herbert Juling
Liebe Vorstandsmäuse. Bei "Butenbremern" geht es immer etwas langsamer!! Spät - aber hoffentlich nicht zu spät möchte ich mich melden. Den Wert der H-Kartei habe ich sehr spät bemerkt. Nun möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Für mich persönlich wäre es toll, könnte ich im Internet darin stöbern. Ob es für Frau Lütjen und ihre Mannschaft mehr Arbeit bringt, weiß ich natürlich auch nicht. Warum also kann man die H-Kartei nicht zunächst nur für die Maus-Mitglieder öffnen? Man kann so Erfahrungen sammeln und eine Entscheidung auf später vertagen. Eine Frage habe ich zur Haltermann-Kartei: Sie ist sicherlich nicht vollständig. Kann sie deshalb nicht irgendwie in Gen-Wiki untergebracht werden? So könnten weitere Bürgereide etc.pp. eingegeben werden. Ich meine, daß auch viele Daten von Herrn Schütze dort ihren Platz hätten. Viele Grüsse Bernd Reps N.B. Zur "erweiterten" Vorstandssitzung werde ich mich einfinden. B.R. -- +++ GMX - Die erste Adresse für Mail, Message, More +++ 1 GB Mailbox bereits in GMX FreeMail http://www.gmx.net/de/go/mail
Liebe Mäuse, wäre es nicht möglich, auf der Vorstandssitzung am 2. Mai das Projekt kurz vorzustellen, damit auch alle wissen, WAS und WIE im Internet präsentiert werden soll? MfG Carsten Heuer
Theoretisch müsste das gehen, wenn im Sitzungsraum in der Sandstraße ein Telefonanschluss ist. Herbert Juling Carsten Heuer schrieb am 13.04.2005:
Liebe Mäuse,
wäre es nicht möglich, auf der Vorstandssitzung am 2. Mai das Projekt kurz vorzustellen, damit auch alle wissen, WAS und WIE im Internet präsentiert werden soll?
MfG Carsten Heuer
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