Lieber Wulf, lieber Walter, nach kurzer Zwangspause bin ich Euch Antworten schuldig ;-) - zunächst antworte ich auf die Mail vom Wulf.
Trotzdem fällt mir sofort etwas auf, was bei der Dateneingabe fehlt:
Q U E L L E N
vergessen wurde es sicherlich nicht - du kannst dir sicher sein, dass ich lange nachgedacht und auf diese Frage gewartet habe....nur ist diese Frage aus verschiedenen Perspektiven angehbar, jede Möglichkeit ist aus meiner Sicht nachvollzieh- und begründbar, darum müssen wir gucken, was am sinnvollsten ist.
Die Quellverwaltung ist ein zweiter Schritt, wie auch die Ortsverwaltung oder die Namensverwaltung.
Ja, das war eine Überlegung: nimmt man die bloße Eingabemöglichkeit von Quellen zu den "Dateneingaben"? Aber: wie bewertet man dann die Quellenverwaltung, da wir angedacht haben zu den Einzelfunktionen ein Minimum (Standard) festzulegen? Was ist das Minimum einer Quellenverwaltung? Erst wenn wir die Frage klären konnten, können wir sagen ob das Vorhandensein eines Informationsfeldes für die Quellen "Dateneingabe" ist oder "Quellenverwaltung".
Bei Ausfüllhilfen (Erinnerung an vorherige Einträge) würde ich schreiben wollen: Ausfüllhilfen (Drop down Fenster mit Vorschlägen aus früheren Einträgen) und dann sollten die Felder angegeben werden, Nachname, Vorname, Ort, Beruf, Quelle, Religion
hm.... das halte ich für ungut, einfach weil es unterschiedliche "Ausfüllhilfen" gibt, und ich einen Begriff gesucht habe, der alle Varianten einschließt. Einige Programme arbeiten mit DropDown-Listen (gemerkte frühere Einträge), andere bieten den Zugriff zur Datenbank (Tabelle zur Auswahl), noch wieder andere arbeiten so: Man gibt ein Wort ein und das Programm ergänzt automatisch das Wort (bietet ganze Worte aus der Erinnerung an). Dabei wiederum zeigen einige alle Begriffe mit gleichem Anfangsbuchstaben, andere grenzen beim Weiterschreiben immer weiter die Auswahl ein... vier Varianten (die mir spontan einfallen): eine Wertung, was davon nun der bessere Weg ist, sollten wir nicht vornehmen. Die Felder anzugeben halte ich für suboptimal, ganz einfach weil die Felderauswahl wohl auch eng mit der Art der Auswahlhilfe zusammenhängt: Ein Programm mit Ortsdatenbank und Quellenverwaltung wird ein Verknüpfen mit vorhandenen Eingaben per se unterstützen. Ein Programm mit automatischer Wortergänzung wird alle Felder unterstützen.... Wenn wir diesen Faden weiter verfolgen, dann ist das eine Spirale ohne Ende - meint Ihr nicht?
Bei "Standard vorhanden (Geburt, Taufe, Tod, Beerdigung, Beruf, Heirat, mind. 1 Notizfeld)" fehlt "Quelle"
s.o..... wie definieren wir dann die Eingabe "Quelle" losgelöst von der Quellenverwaltung? bzw. wo genau ziehen wir die Grenze, dass wir dann noch sagen können: Das ist der zu erwartende Mindeststandard einer Quellenverwaltung?
Heirat sollte Standesamt/Kirche differenzieren
Das halte ich für verzichtbar, weil es immer nur ein gültiges Heiratsdatum gibt: früher war das die Kirche, dann war es das Standesamt. Rest fällt unter "weitere Informationsfelder". Aus meiner Erfahrung heraus ist z.B. ebenso wichtig ein Feld für "Proklamation", nämlich dort, wo man das Heiratsdatum nicht findet (weil auswärts), aber die Proklamation....das habe ich persönlich lieber wie Heiratsdatum berechnet (ich habe Fälle, wo die Braut nach der Proklamation vor der Hochzeit das Weite suchte... ;-) Standard: Hochzeit (je nach Gesetzgebung der Zeit), das andere fällt aus meiner Sicht - wenn wir uns darauf einigen - unter "weitere Felder".
Geschlecht (M/F/X/U) gehört zum Standard
*lächel*...anlehnend an einen Kurzartikel in der CG.... Kann man aber auch so sehen: Standard ist M/F/? oder U....das X ist "erwünscht", wenn es ein "sehr gut" sein soll.... aber ich halte das für so verschwindend selten "gebraucht", dass ich es in einer solchen Liste nicht explizit abfragen würde - wenn wir alles abfragen was irgendwem wichtig sein könnte, dann wird die Liste so lang dass niemand sie ausfüllt. :-(
Benutzerdefinierte Informationsfelder möglich? halte ich nicht für gut, da das nicht gedcom-konform exportiert werden kann. So etwas gehört in Notizen.
dein Einwand ist zum Teil völlig richtig!!!!! (Das vorausgeschickt). Aber: 1. Will ein Forscher eine Personengruppe in eine Liste filtern, so geht dies nur, wenn zu dem Ausgangspunkt der Gruppierung ein Informationsfeld existiert. D.h.: Forscher ist darauf angewiesen dass das Programm ein solches Feld anbietet oder er es notfalls selbst erstellen kann. Beispiel: Alle Personen, die einmal in die USA ausgewandert sind oder: alle Familien, die einen bestimmten Hof bewohnt haben, oder: Bei einem Programm ohne Patenverknüpfung möchte vielleicht jemand über ein Faktenfeld in die Lebenschronologie einfließen lassen, wann jemand bei anderen Pate war und für wen.... ....Beispiele gibt es extrem viele. 2. Was in den Notizen steht, kann nicht zum Filtern von Personengruppen genutzt werden. 3. Ergo: In Fällen, in denen es für meine persönliche Forschung wichtig ist, kann ein Benutzerdefiniertes Feld sehr sinnvoll sein, vor allem dann, wenn es kein allgemein übliches Feld ist. Für diese Forscher bedeutet ein solches Feld einen großen Mehrwert. Nun ist es absolut richtig zu sagen: Die Gedcomprobleme.... Ein nicht zu unterschätzendes Problem, aber: 1. Nicht der EXPORT ist das Problem! Die Programme stellen dann einen Unterstrich voran und schon ist es ein absolut gedcom-gerechtes Feld. Und: es gibt Programme, die anstandslos selbst generierte Informationen einlesen!....entweder kann man ein Feld zuweisen (Oberklasse), oder es kommt schlimmstenfalls in die Notizen. Ganz schlecht: Programm erkennt es nicht, also wird es weggeworfen. Die Gefahr besteht, ist aber kein Problem des Feldes, sondern des Gedcomimportes anderer Programme. 2. was interessiert einen Anwender, dem selbstdefinierte Fakten wichtig sind und bei seinem Programm bleiben will die Frage, ob er genau dieses Feld später an ein Programm übertragen wird, das solche Informationen nicht übernimmt (er kann ja dann wieder in Testberichten lesen, wie das Programm mit diesem Problem umgeht)....will sagen: dieser Umstand ist zwar wichtig und wir sollten nicht müde werden davor zu warnen Informationsfelder leichtsinnig anzulegen, aber wir sollten diese gestalterische und verwaltungstechnische Möglichkeit nicht übergehen, sondern dem Anwender zutrauen eine Entscheidung zu treffen. Per se ist diese Funktion eine wichtige Bereicherung - letztendlich liegt das Problem, das du hier ansprichst aus meiner Sicht eher am Gedcom-IMPORT der Programme. Habe ich ausreichend erklären können, was ich meine? Ich stelle das gern zur Diskussion.
Feld für Leitname möglich (Familienzugehörigkeit) Was ist das? In deiner Liste nanntest du es möglicherweise "aus dem Hause".... Bei Nicht-Adeligen sehr sinnvoll, wenn man die Personen mit der jeweiligen Schreibweise des Namens zu verschiedenen Zeiten erfasst hat (Graumenz, Gramenz, Graumünz) - und in einem Feld wird der heute übliche Name (Gramenz) erfasst und man kann bequem alle Angehörigen dieses Familienzweiges in eine Liste filtern. Wichtig auch bei den ollen Ostfriesen mit ihrer patronymischen Namensgebung.... jede Generation hatte einen anderen Namen (Familiennamen gab es nicht). Um trotzdem sortieren zu können: das ist die Familie Kruse (weil die Familie eben irgendwann diesen Namen annahm) ist das der einzige Weg. Da höchstens zwei, drei Programme das anbieten ist ein benutzerdefiniertes Feld manchmal ein Segen (ohne ist man fast aufgeschmissen).
Kennzeichnungsmöglichkeit oder Aufnahme von Präfix, Suffix, Titel, Ruf-, Spitz- und Aliasnamen? da tät ich schreiben: Gibt es Felder für Präfix, Suffix, Titel, Ruf-, Spitz- und Aliasnamen?
ja. Bei manchem kann man halt den Rufnamen unterstreichen, und das wollte ich einbeziehen. Glücklich bin ich damit nicht wirklich, weil beim Beantworten geht es dann los mit: das ja, das nein, aber.... *seufz* Ich glaube zu jedem einzelnen Punkt könnte man einen Artikel in der CG schreiben....
Eingabe nicht verheirateter Paare möglich (und als solche erkennbar) Da muss unterschieden werden zwischen "nicht verheiratet" / "außerehelich" / "Ehe unbekannt" Dazu kommt. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften möglich.
Ich weiß, welche -zig Varianten es gibt... und suchte nach einer zusammenfassenden Formulierung. ;-)
Bei Auswertung (Vorschlag) schlage ich vor Sterne und Punkte zu vereinheitlichen. 0 bis 26 Punkte spiegelt nur eine Pseudogenauigkeit vor.
? Jein... Gedacht war es ja so: Die Summe aller Fragen zu einer Funktion stellt das Optimum des derzeit Machbaren dar - sprich Referenz zu einem Thema = 100% = 5 Sterne für sehr gut. Dann schauen wir: das ist aus unserer Sicht der Standard, den ein Programm zumindest anbieten sollte - das ist ein Mittelfeld. Davon ausgehend habe ich bei der Dateneingabe versucht, die Bewertung aufzubauen. Es eröffnet die Möglichkeit, mit einem einzigen optischen Hingucker für den schnellen Überblick zu sehen, wo ein Programm im Vergleich steht - und lädt zur genaueren Betrachtung der Details ein. Der Rest deiner Mail bezieht sich auf die Ortsverwaltung....vielleicht sollten wir da erst weitermachen, wenn wir die Datenerfassung abgeschlossen haben? Wenn wir drei schon so unterschiedlicher Meinung sind.....wie ist es dann erst "draußen"? ;-) Das Diskutieren ist sicherlich mühsam - aber ich halte es für wichtig. Draußen sind noch mehr unterschiedliche Meinungen und nur so erreichen wir eine vertretbare Liste... Liebe Grüße Doris