Hallo Dr. Wulf von Restorff und Doris,
zunächst mal war ich ein paar Tage außer Haus und konnte nicht antworten - sorry.
Ich finde feste felder wie die reinen Standesamtsdaten (Name, Vorname, Rufname, Geburt, Hochzeit, Tod) und die Zusatzfelder wie Taufe, Kommunion,Konfirmation, Jugendweihe, Standesamt Kirche, Religion, Beerdigung und Beruf sollten darauf geprüft werden, ob diese eine Gewichtung für Pro oder Contra bekommen sollten. damit meine ich salopp und übertrieben "wichtig" oder "unwichtig". Das ganze können wir auch noch dahingehend gewichten zu sagen, entspricht Mindestanforderung oder kann/sollte dabei sein oder ist nicht wirklich so relevant für unser Projekt.
Das heißt wir sollten Kriterien festlegen, wie wir "wichtige" Felder von "unwichtigen" trennen wollen. Das sollte allen zunächst mal klar sein. Damit meine ich, wir sollten uns zunächst mal auf das Wissenslevel "Null" generieren. Dann sollten wir Kriterien festlegen, welche Gewichtung wir vornehmen wollen und zwar für alle von uns als tollerierbar und dann auch so strukturiert vorgehen. Sonst kommen wir auf keinen grünen Zweig. Das heißt jeder von uns hat vorlieben und Dinge die ihm nicht so wertvoll erscheinen und so weiter und das führt zu Endlosdiskussionen und Verständigungsproblemen.
Das bedeutet, wir sollten uns zunächst die Minimum oder Muss oder unbedingt vorhandenen Dinge eines Programms vornehmen und dann darauf aufbauen und wenn wir dann dieses fertig haben, dann sollten wir uns dies Liste vornehmen und verändern und/oder ergänzen.
Was haltet Ihr davon?
Wenn ich hier lese "Zusatzfelder vorgegeben" oder "Zusatzfelder generierbar", dann ist das für mich "wischi waschi". Warum? Nun, weil ich kein Kriterium habe welche Felder das sind und wie wichtig sind diese für die Daten und wie werden diese vergeben (selbstdefiniert oder?) und wie geht der export damit um.
Dies wiederum führt dazu, dass die Liste sehr umfangreich werden kann oder eben nicht beantwortet wird und so weiter. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit der korrekten Antworten steht auch noch mal in Frage und hinzu kommt der Zeitfaktor durch Umfang der Beantwortung. Da machen dann sehr wahrscheinlich die wenigsten Programmierer oder Programmvertreiber oder wie immer ich diese Nennen möchte mit. Das Projekt würde scheitern. Das wollen wir ja nicht.
Wir sollten Kriterien für uns und unsere Vorgehensweise erarbeiten, damit wir eine einheitliche Sprache sprechen. Dafür ein Beispiel:
Ich sage z.B. wir sprechen über Deutschland. Der eine hat z.B. die Landkarte im Sinn. Der andere z.B. die einzelnen Länder. Der andere z.B. eine Karte mit Autobahnnetz und wieder ein anderer die Karte mit Wirtschaftsschwerpunkten gelistet nach Einkommenund Einwohner der Bundesländer und so weiter und so weiter. Das Gebiet ist nicht gleich das Ziel von dem wir reden. Das heißt wenn ich sage wir sprechen von Deutschland, dann muss jeder wissen sprechen wir von der geographischen Karte, der wirtschaftlichkeit der einzelnen Länder nach Einwohner gestaffelt oder vom Autobahnnetzwerk Deutschland. Das heißt es muss zunächst geklärt werden, was genau unsere Sprache ist und dann darauf aufbauen.
Dannach sollten wir eine Zielvorgabe möglichst genau formulieren und wie wir dorthin kommen wollen mit "Meilensteinen" (= Zwischenschritte mit Datum).
Unser Vorgehen ist zur Zeit etwas "planlos" sage ich mal und das sollten wir ändern.
Was haltet Ihr davon?
Es ist auch später eher nachvollziehbar, wovon wir ausgegangen sind, wie sind wir zur Zielformulierung gekommen und was waren unsere Schritte dorthin und ob wir hier Dinge anpassen mussten und so weiter.
Herzlichste Grüße
Walter
Von: "Dr. Wulf von Restorff" <wulf.vonrestorff@t-online.de>
An: "Softwaretests-L" <softwaretests-l@genealogy.net>
Betreff: Re: [SWT] D Eingabe
Datum: Fri, 13 Sep 2013 18:34:57 +0200
Liebe Doris.
Ich antworte Dir hier auf Deine / meine Fragen und schicke es an die Liste,
um unser "kleines Geheimnis" nicht zu groß werden zu lassen.
> Die Frage ist doch, welche Felder willst du in einer Kriterienliste
> abfragen?
Da können wir zunächst die reinen Standesamtsdaten nehmen (Name, Vornamen,
Rufname, Geburt, Hochzeit, Tod)
dann: Zusatzfelder: Taufe, Kommunion/Konfirmation/Jugendweihe,
Standesamt/Kirche, Beerdigung, Beruf
dann: sind Zusatzfelder vorgegeben?
denn: sind Zusatzfelder generierbar?
Da kann dann bei "vorgegeben" angegeben werden, wie viele es und ebenso bei
"generierbar"
>> Wenn man nur auf selbstdefinierbare Felder Wert legt, besteht die große
>> Gefahr, das sie bei der Ausgabe nicht angezeigt werden können, da der
>> Nutzer nicht weiß, wie er das Feld in der Ausgaben zu behandeln hat.
> Da verstehe ich grad nicht, was genau du meinst
Auch wieder ein Problem des Exports: Wie kann das exportierende Programm die
von Besitzer selbst generierten Felder exportieren und woher weiß das
Import-Programm was damit gemeint sein könnte (Beispiel: Hebamme,
Jugendweihe, Bar Mizwa, heilige Handlung Im Tempel u.v.m.)
> ich kann mir nur nicht vorstellen, wie man eine kurze Kriterienliste
> erarbeiten kann wenn man bereits bei der Dateneingabe Minimum 36 Felder
> einzeln abfragt.
Wir müssen die 36 Felder in Gruppen zusammenfassen als "Sonderfelder"
Auch beim Ort gibt es diese Vielfalt: Ort, Samtgemeinde, Gemeinde, Kreis,
Stadt, Bundesland, Staat - alte Ortsbezeichnung, Eingemeindungen; Jahreszahl
des Ortsnamens.
Gruppen bilden Ort: Anzahl der Ebenen:
Mit freundlichem Gruß
Wulf
----- Original Message -----
From: "Doris Reuter" <
dorisreuter@online.de>
To: "Dr. Wulf von Restorff" <
wulf.vonrestorff@t-online.de>
Sent: Friday, September 13, 2013 5:49 PM
Subject: Re: [SWT] D Eingabe
> Hallo Wulf,
>
> scheinbar schickst du keine Mail mit diesen Argumenten an die Liste, so
> dass wir hier privat weiterschnacken müssen:
>
>> irgendwo müssen wir diesem Felderwahnsinn doch Grenzen
>> setzen...............dann schau mal bei AGES, was es da für Möglichkeiten
>> gibt: n=36 von Adoption bis Wohnort im Hauptfeld "Lebenslauf"
>> Zusatzinformationen unter zu bringen.
> Ja...das sollte im Moment nur nicht die Frage sein. Die Frage ist doch,
> welche Felder willst du in einer Kriterienliste abfragen? Ist eines
> wichtiger wie das andere? Jedem wird etwas anderes wichtig sein.
> Entsprechend müßten wir jetzt 36 Fragen nach einzelnen Faktenfeldern
> stellen. Wer soll das alles beantworten und lesen?
> Diese neue Kriterienliste hat eigentlich zum Ziel, kürzer zu werden wie
> die alte....aber so wird sie noch länger ;-)
>
>>
>> Im Prinzip hast Du recht.
>> ABER
>> Wenn eine rel. groß. Gruppe von Mitbürgern, in deren Familien es
>> überproportional viele Genealogen bzw. genealog.Interessiert gibt, einige
>> Sonderfeldfelder haben will, halte ich das für legitim.
> Ja natürlich ohne Frage.
> siehe oben: die Frage ist, was sollen wir um Himmels willen alles in einem
> "Kurztest" darstellen?
> Mir schwebte eine reine Ja - Nein - Liste vor, so dass am Ende ein
> Gesamtergebnis herauskommt....egal wie man dazu stehen mag gibt es ja
> viele, die das so möchten. Aber so sprengen wir den Rahmen und weiß grad
> nicht, wie ich diese Wünsche nach Detailsreichtum und Kürze übereinbringen
> soll...
>> Schlechte Programme werfen die Info beim Import weg, gute Programme (z.B.
>> Legacy, TNG) fragen, wie das Feld benannt werden soll.
> Ja - eine wichtige Frage - die steht auch so beim Gedcomimport. Wir sind
> aber ja erst bei der Dateneingabe....
>>
>> Wenn man nur auf selbstdefinierbare Felder Wert legt, besteht die große
>> Gefahr, das sie bei der Ausgabe nicht angezeigt entwerfen können, da der
>> Nutzer nicht weiß, wie er das Feld in der Ausgaben zu behandeln hat.
> Da verstehe ich grad nicht, was genau du meinst - aber das wäre ja erst
> eine Fragen beim Import/ Export oder bei den Ausgaben... nicht bei der
> Dateneingabe. richtig?
>>
>> Ich glaube da sind wir zahlreicher als die Interessenten der Hebamme oder
>> der Nr. des Kreißsaals.
>>
> Auf jeden Fall....die Hebamme ist mein Beispiel, weil es ein Programm mit
> diesem Feld tatsächlich gibt.....unnötig und unnütz wie ein Kropf. Ich
> wollte früher auch für alles ein Informationsfeld und musste mich belehren
> lassen - sowohl von einigen Softwareentwicklern, als auch von Albert
> Emmerich.
> Ich will mich ja auch nicht streiten, welches Feld für welchen Anwender
> wichtig oder unwichtig ist - ich kann mir nur nicht vorstellen, wie man
> eine kurze Kriterienliste erarbeiten kann wenn man bereits bei der
> Dateneingabe minimum 36 Felder einzeln abfragt.
> :-(
> Siehst du eine Alternative beim Vorgehen?
> Liebe Grüße
> Doris
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