Lieber Christian Danke für die begründeten Einwände. "Sicherlich gibt es Programmierer, die ihre genealogischen Daten in diesem Format abspeichern." Das Dumme ist, dass der Laie (z.B. ICH) das nicht beurteilen kann, denn er sieht ja nur die Export-Schnittstellt, die auch gut für den Import ist. Ob die Programme relationale Datenbanken haben, nutzen, irgendwie exportieren (wohl nicht in Gedcom) und andere Programme das aufnehmen können, entzieht sich meiner Kenntnis und wohl auch dem Interesse des Nutzers. Wir machen unsere Aufstellung ja für den Nutzer und da kann eine Aufsplitterung problematisch werden, wenn andere Programme das nicht importieren können. Ich denke dabei auch ein wenig an GOV, wo die einzelnen Orte von unterschiedlichen Eingebern unterschiedlich beschrieben sind, ohne auf die - vor allem im Osten - wichtige historische Zugehörigkeit einzugehen. Ich habe seit 18 Monaten eine Nichte, deren Ahnen in dem Teil Polens gelebt haben, der vor der ersten poln. Teilung Polen war, dann Preußen wurde, dann zu Kongresspolen gehörte und ab 1918 wieder zu Polen. Da die Orte richtig zu beschreiben ist schwierig. Wie sollen wir beurteilen, ob ein Programm das kann und dann noch richtig ex- oder importiert. Dann muss in jedem Fall die geograph. Länge und Breite dazu, denn die beschreiben einen Ort am genauesten und neutral. Viele Grüße Wulf Mit freundlichem Gruß Wulf von Restorff Absender: Prof. Dr. Wulf von Restorff Ismaningerstr.86 81675 München www.von-Restorff.de ----- Original Message ----- From: "H.-Chr. Scherzer" <info@hcsch.de> To: "Softwaretests-L" <softwaretests-l@genealogy.net> Sent: Wednesday, November 20, 2013 6:33 PM Subject: Re: [SWT] E - Orte Hallo Doris und Wulf, Am 20.11.2013 um 14:13 schrieb Doris Reuter <dorisreuter@online.de>:
Bist du folglich der Meinung, wir sollten den Punkt besser komplett streichen? Für mich ist deine Ausführung nachvollziehbar.
Nein, das sollten wir nicht. Keinesfalls. Nur mit einer halbwegs ordentlichen (sprich: normalisierten) Verwaltung der Orte ist ein Programm in der Lage, die Kriterien zu erfüllen. Am 20.11.2013 um 15:17 schrieb Dr. Wulf von Restorff <wulf.vonrestorff@t-online.de>:
Danke für Deinen richtige Einwand, der aber von der Datenstruktur von GEDCOM abweicht. Da gibt es keine Datenbank im Sinne einer relationalen Datenbank.
Nun ist aber GEDCOM doch lediglich die Beschreibung einer Schnittstelle zum Austausch von Daten. Und in der Tat überhaupt nicht relational sondern voller Redundanzen. Sichlich gibt es Programmierer, die ihre genealogischen Daten in diesem Format abspeichern. Aber das kann doch nicht zum Maßstab der Beurteilung einer Software herhalten! Wenn wir Software testen dann doch nach mindestens zwei generellen Kriterien: a) wie ist die Bedienbarkeit (sprich: Benutzerschnittstelle, Oberfläche, GUI) und b) wie effizient ist die Datenverarbeitung Über die Oberfläche lässt sich ja vieles direkt beim Ausprobieren "herausfinden". Die Datenverarbeitung zu beurteilen fällt oft schwer, weil uns die Programmierer da manchmal nicht reinschauen lassen. Sie wird aber messbar bei Massenverarbeitungen: Import, Export oder Ändern von Daten in vielen oder allen Datensätzen. Ich hoffe, deulich gemacht zu haben, was ich meine. Ein Programm muss in der Lage sein, die GEDCOM-Struktur für Im- und Export einzuhalten bzw. bereitzustellen. Aber was die Datenhaltung des Programms selbst angeht, kann dies nicht der maßgebliche Standard sein. Da zählt die Effizienz beim Verarbeiten großer Datenmengen und da sind relationale Datenbanksysteme nun mal deutlich im Vorteil gegenüber Textdateien. Schönen Abend Hans-Christian _______________________________________________ Softwaretests-L mailing list Softwaretests-L@genealogy.net http://list.genealogy.net/mm/listinfo/softwaretests-l Arbeitsseite:http://wiki-de.genealogy.net/Kriterien-Programmvergleich alte Liste: http://wiki-de.genealogy.net/Kriterien-alt Beispielliste: http://genealogy-software-review.toptenreviews.com