Am Thu, 03 Jun 1999 21:22:06 +0200 (CEST) erreichte mich folgende Nachricht: <...>
Ich dachte an folgende Preise:
40 DM die CD alleine (exakterweise 39,45 DM, das hoert sich besser an) 80 DM (bzw 79,45 DM) das *Paket* aus webspace + CD, was gewiossermassen ein Abo ist. Diese Leute koennen sich dann gewisssermassen auch als Sponsoren verstehen.
Auch DM 39,45 sind ein ganzer Batzen Geld. Wer soll die zu diesem Preis kaufen? Selbst wenn Du die kompletten Forscherkontakte (FoKos) auf CD brennen und fuer DM 20,00 verramschen wolltest, faende sich kein Kaeufer mehr dafuer. Der Reiz von CDs ist verflogen. In jeder Zeitschrift werden Dir CDs hinterhergeworfen. Frag doch mal wieviel Degener und Zwinger verkaufen. Selbst wenn die im Preis halbiert wuerden, faenden sich keine NEUEN Kaeufer. <...>
Kosten der CD:
Herstellungskosten bei 1000 Stueck (kleinere Stueckzahlen sind unrentabel, da die Master-CD den groessten Anteil verschlingt) liegen bei 2,25 DM/Stueck (Angaben laut Barth) inklusive Huelle, Caver und Versandtuete.
500 Stueck kosten incl. Glasmastering ca. DM 3,60/Stueck. Was ist mit dem Bedrucken der CDs und einem Booklet? Im Preis enthalten? Mir waeren 1.000 Stueck zuviel. Im Prinzip auch noch 500. Mach doch mal eine Umfrage in CompGend-L was die Leute zu zahlen bereit sind. Frage ganz konkret, ob sie DM 10,00, DM 20,00 oder DM 39,45 zahlen wuerden. Wenn Du DM 10,00, vielleicht auch noch DM 14,95 verlangst, kannst Du bei jeder Veranstaltung einen Stapel auf den Tisch legen und ruck, zuck, eins, zwei, drei sind sie weg. Verlangst Du DM 20,00 findest Du viele, die sich das Ding anschauen, aber nicht kaufen. Und bei DM 39,45 kannst Du das wie Sauerbier anbieten und alle sagen Dir dann, tja, wenn das nur billiger waere... Ueberlege dabei auch das Aktualitaetenproblem. Kaum sind die Dinger gebrannt, hat die Haelfte der Leutchens doch schon wieder ihre Homepage erweitert bzw geaendert. Deswegen werden die meisten Interessenten sich das in der Regel online ansehen wollen. Dafuer brauchen sie dann aber keine CD. Und was ist mit den vielen Links, die mittlerweile jeder in seine Pages eingebaut hat? Die Haelfte der CD-Kaeufer schreit Zeter und Mordio und will den Kaufpreis zurueck haben, wenn da nicht ausfuehrbare Links drin sind.
Fehlt also nur noch das Porto (ich muss beachten, dass das nach Europa und Amerika sehr unterschiedlich ist, wir braeuchten eigentlich einen Distributor in USA, der die dortige Verteilung uebernimmt um die Portokosten zu senken) wieviele in den USA verstehen soviel deutsch, dass sie sich auch nur durch die Pages hangeln koennen?
Webpages Autoren und Vereine erhalten die CD gratis (das ist das mindeste was man tun kann)
Der Verein fuer Computergenealogie kauft 200 Exemplare fuer 15 DM/Stueck, eben sagtest Du doch noch, die Vereine erhalten die CD gratis :-)))
womit das Problem der Vereins-CD behoben waere und gleichzeitig die Herstellungskosten abgedeckt waeren Das gibt Knatsch im Verein.
Mit Barth (Hersteller der CD's) und Kannen (dessen Funktion ist mir nicht ganz klar) unterhalte ich mich Montag oder Dienstag. Barth schwebt ein Preis von 65 DM fuer die CD vor, wuerde er sie zu diesem Preis selber kaufen? da bin ich aber absolut gegen, da sich ein solcher Preis nicht auf dem Markt durchsetzen laesst. Hier muss es die Masse bringen. Und die Masse zahlt auch keine DM 39,45!!! (Ich wuerde sie jedenfalls nicht zahlen) Kooperation mit Barth kaeme mir aber nicht ungelegen, da er den Versand uebernimmt, dadurch wuerde hier aber ein Teil der Einnahmen auch abfliessen. Mach eine Werbe-CD fuer Genealogy.net. Plane die Kosten als WERBEkosten ein. Plane keinen Vertrieb, sondern lasst uns ueberlegen, wie sie fuer DM 10,00 oder vielleicht fuer DM 5,00 oder sogar als Give aways unter die richtigen Leute gebracht werden koennen.
Ich halte die Idee, eine CD zu pressen fuer gut. Bevor aber ueber Auflagen und Preise spekuliert wird, muss erstens einmal das Absatzpotential in Verbindung mit dem erzielbaren Preis ausgelotet werden. Noch einmal: Eine Genealogie-CD ist gut und sinnvoll. Aber der Kreis der potentiellen Interessenten ist klein und wird durch hohe Preise ganz sicher nicht groesser. Geld verdienen bzw. die laufenden Genealogy.net-Kosten abdecken kann man aber nicht mit klein-klein, sondern nur mit gross-gross. Und der Rubel rollt am ehesten, wenn Kunden fuer Genealogy.net gefunden werden. Was auch noch gegen eine Gewinnerzielungsabsicht mittels CD-Verkauf spricht ist, dass jeder Hansel reine Profitgier unterstellt und meint, man verdiene sich eine goldene Nase damit - unabhaengig davon, ob Du ueberhaupt aus den roten Zahlen rauskommst. Ich bin in der AGoFF aktiv und ich weiss, welche Probleme in der Vergangenheit mit den FoKos entstanden sind. Als Buch wurden sie gerade so halbwegs verkauft, auf Diskette wollte sie kein Aas mehr haben, weil sie VIEL zu teuer angeboten wurden. Ergebnis: Alle wollten sie haben, aber KEINER hat sie gekauft. Haetten wir ein Viertel verlangt, waeren alle damit gluecklich und zufrieden gewesen. Ich halte fuer ueberlegenswert, die CDs voll mit Werbung fuer Genealogy.net zu stopfen, den Leuten das Maul waessrig zu machen, sodass sie ihre Homepage auf Genealogy.net installieren, aber beabsichtige nicht, Geld MIT DER CD zu machen. Mach sie billig, und zwar so spottbillig, dass sich keiner ueber Inhalt oder Qualitaetsprobleme aufregt und reklamiert. Fuehre die Leute zu Genealogy.net, mach sie zu Kunden, offeriere ihnen Service, mach sie zufrieden und verlange dafuer einen fairen Preis. Zwinger und Degener haben schon die ganzen negativen Erfahrungen gemacht, die wir, wenn wir nicht aufpassen, auch gaben werden. P.S.: Recht interessant ist auch, wie Sascha Ziegler versucht, unter www.ahnenforschung.net Geld zu machen. -- Gruesse von Wolfgang Naujocks (Wolfgang@Naujocks.de)aus Brackenheim, einem kleinen inmitten von Weinbergen gelegenen Staedtchen im Sueden. Meine Homepage mit 8.000 Namen in Danzig, West-/Ostpreussen: http://www.DANZIG.de / Mitglied in AGoFF,VSFF,VFFOW,Salzburger Verein