On Tue, 21 Oct 1997, W. Fred Rump wrote:
Also sprach Jim Eggert on 21 Oct 97 at 10:27 about Re: GOV-Genealogisches Ortsverzeich:
sollten wir nicht einen link zu http://ourworld.compuserve.com/homepages/mgroeber/gov.htm machen? Es beschreibt das Projekt "Genealogisches Ortsverzeichnis".
Ich habe das Programm angeschaut. Es ist, sagen wir, etwas unreif. Die gelieferte Daten sind m.E. mit den von GeoServ identisch, nur schlechter dargestellt (Gemeindekennzahl nicht geparsed, keine RV Gitterzahl). Man wuerde auch hoffen, dass ein vor Ort laufendes Programm schneller als ein E-mail Antwort von Uebersee sein wuerde. Hier ist das aber nicht der Fall. Das Programm selbst erzeugt viele "stack errors", die nirgends erklaert werden.
Program errors hatte ich wohl keine aber was diese Datenbank enthält ist wieder mal ziemlich wenig. Geoserv ist viel besser. Auf meiner
Vielen Dank fuer die Blumen ;-)
Maschine leuft das DOS Program aber ziemlich schnell. Damit hatte ich keine Probleme. (AMD K6 233 Mhz with scsi drives and 64MB)
Weil mir gerade gesagt wurde das amerikanische Genealogie Programme keine guten Ortsverzeichnisse haben (so wie deutsche?),
War damit vielleicht gemeint, dass man Orte weniger gut erfassen kann? Da ich kein Genealogieprogramm wirklich gut kenne, kann ich weder die amerikanischen noch die deutschen beurteilen.
habe mir eben mal wieder das letzte Ortsverzeichniss mit über 50,000 Orten geholt und angesehen.
Das Resultat meiner ersten vier Suchangaben: 0%
Achelriede Dingel Brookstreek Krapendorf
Also, nur Plätze woran ich im Moment beschäftigt bin (ausser Brookstreek, das kam mir gerade in die Gedanken weil es eine Bauernschaft ist) und nichts ist zu finden. So ungefähr dachte ich mir das auch.
Das ist natuerlich immer ein Problem bei solcher Art Datenbanken. Wenn man alles zu Fuss eingibt, ist es eine Schweinearbeit und wenn man vorhandene (kostenlose!) Verzeichnisse als Grundlage nimmt, ist es nicht vollstaendig. Miniorte wie die obigen sind dann eben noch nicht drin. Ein solches vollstaendiges Verzeichnis duerfte locker ueber 100000 Eintraege haben.
Ich hätte gerne meine Orte zu den des genealogischen Ortsverzeichnis zugetan aber was man da eintragen soll ist mir etwas zu hoch. Gemeindekennziffern, TK25-Nummern, Locator Nummern und Koordinationsangaben habe ich leider nicht.
Die Gemeindekennziffern sind fuer Dich vermutlich schwierig zu ermitteln (auch fuer uns hier, weil niemand damit arbeitet). Die Koordinaten halte ich aber schon fuer wichtig, die muss man aus einer Landkarte ermitteln. TK25 und Locator kann man aus den Koordinaten errechnen (was das Erfassungsprogramm anscheinend selbst macht, laut Webseite), ueber deren Nutzen kann man geteilter Meinung sein (den Locator finde ich relativ ueberfluessig, es war mal geplant, ihn als zusaetzliches Ortskennzeichnen in Foko einzubauen)
Was ich aber habe und worum sich die Genealogen der Zeitschrift COMPUTERGENEALOGIE leider nicht kümmern ist die Geschichte und Zugehörigkeit eines Ortes. Zu welchem Kirchspiel oder Pfarrei gehörte ein Ort? Welche Diözese? Landeskirche? Kreis? Amt? Zu welchen Fürstentum/Land gehörte von wann bis wann? Usw. Was ist überhaupt ein Ort? Gut? Bauernschaft? Kirchspiel? Stadt? Oder irgend was geschichtliches?
Alles was mir wichtig ist um einen Ort und seine Einwohner historisch zu beschreiben fehlt mir in dieser database. Wenn ich einen Ort, ohne 4 oder 5 verschiedene Nummern, auf einer Landkarte nicht finden kann bin ich bestimmt im falschen Hobby beschäftigt. :-)
Ich sehe aber hier wieder mal deutsche Ordnung in einer Datenbankstruktur ohne den wirklichen Zweck der selben in Sicht zu halten. Werden über-komplizierte Programme auch so entwickelt? Irgendwo verliert sich das Wort Geschichte und man kommt zurück auf pure Nummern, Daten und Namen. Vieleicht ist das auch das Problem der deutschen software im Ganzen. Is Family History in Germany simply downgraded to Ahnentafel research?
;-) Genau das was Du vermisst ist geplant. Leider dauert es *viel* zu lange. Man will erst die Orte vollstaendig haben und dann geht es ans "Fleisch". So wie mit unseren Webseiten, wo es bei vielen Gegenden noch nichts zu sehen gibt, ausser "Red Dots" Arthur.Teschler@uni-giessen.de