Am Sat, 27 Nov 1999 18:13:56 +0100 (CET) schrieb Reinhold Herrmann: <...>
Ein weiterer Schwerpunkt ist es klare Verhaeltnisse in der weiteren Verwendung zu erlangen (in erster Linie Vereins-CD, aber auch diejenigen Daten, die uns die Vereine uebermitteln in unserem Sinne ins Netz stellen zu koennen).
Nun ja, dagegen ist ja gar nichts einzuwenden. Nur wuerde ich die Forscher eben um eine Genehmigung fuer eine GENAU DEFINIERTE und eingeschraenkte Nutzung bitten und nicht die unwiderrufliche UEBERTRAGUNG der Verwertungs- und Nutzungsrechte zur Voraussetzung machen. Solche Formulierungen wirken abschreckend und sind mit Sicherheit kontraproduktiv. Ein Punkt moechte ich auch zu den Mailinglisten sagen. Teilnehmer in Mailinglisten aeussern sich INNERHALB der Mailinglisten. Ich habe vor einer Weile einen Thread in einer Rechts-Newsgroup gelesen, in der von fachlicher Seite betont wurde, dass das nichtoeffentlich sei. Gut, das mag umstritten sein, aber alles was in einer Mailingliste passiert, DARF auf keinen Fall weiterverwendet werden, wenn dazu nicht die ausdrueckliche Zustimmung der Mail-Autoren existiert. Und die wirst Du von einem neuen Subscriber kaum bekommen... <...>
Eine weitere Zielrichtung ist ein (sanfter) Zwang zur Mitgliedergewinnung. Vereine und Einzelpersonen, die Mitglied im Verein fuer computergenealogie sind verleihen uns in der deutschen genealogischen Szene mehr Gewicht. Die Vergabe klarer Richtlinien ist auch entscheidend fuer die vermutete Serioesitaet.
Vereinsmitgliedschaften sind eine Spezialitaet der Deutschen. Es gibt nicht umsonst den Witz: "Treffen sich zwei Deutsche. Was machen sie als erstes? Sie gruenden einen Verein..." Eine Vereinsmitgliedschaft bringt erst einmal gar nichts. Und wenn Zwang (ob sanft oder auch nicht) ausgeuebt wird, erst recht nix. Ob und wem "mehr Gewicht in der deutschen genealogischen Szene" verliehen wird haengt u.a. von der Kompetenz, der Tuechtigkeit, aber auch von einer gehoerigen Portion Glueck ab. Aber selbst Glueck ist nicht von Dauer, wenn nicht hart dafuer gearbeitet wird. Und dazu gehoert eine permanente selbstkritische Ueberpruefung eigener Ziele und der Wege die dahin fuehren sollen. Ich habe - gelinde gesagt - Zweifel, ob diese Richtlinien, so perfekt und unangreifbar sie auch formuliert sein moegen, den angestrebten Zielen sonderlich foerderlich sind. Und einige Punkte der augenblicklichen "klaren Richtlinien" werden sicherlich bei dem Einen oder Anderen auch Fragen nach der Seriositaet aufwerfen. -- Gruesse von Wolfgang Naujocks (Wolfgang@Naujocks.de)aus Brackenheim, einem kleinen inmitten von Weinbergen gelegenen Staedtchen im Sueden. Meine Homepage mit 8.000 Namen in Danzig, West-/Ostpreussen: http://www.danzig.de, Listen: Danzig-L@genealogy.net, FaMOS@ecircle.de