Von: Wolfgang Naujocks[SMTP:Wolfgang@naujocks.de] Gesendet: Samstag, 27. November 1999 21:50 An: webpages-l@genealogy.net Betreff: Re: [webpages-l] Merkwuerdige Paragraphenreiterei
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Eine weitere Zielrichtung ist ein (sanfter) Zwang zur Mitgliedergewinnung. Vereine und Einzelpersonen, die Mitglied im Verein fuer computergenealogie sind verleihen uns in der deutschen genealogischen Szene mehr Gewicht. Die Vergabe klarer Richtlinien ist auch entscheidend fuer die vermutete Serioesitaet.
Vereinsmitgliedschaften sind eine Spezialitaet der Deutschen. Es gibt nicht umsonst den Witz: "Treffen sich zwei Deutsche. Was machen sie als erstes? Sie gruenden einen Verein..." Eine Vereinsmitgliedschaft bringt erst einmal gar nichts. Und wenn Zwang (ob sanft oder auch nicht) ausgeuebt wird, erst recht nix. ..........
Darf ich mich als seit ueber 20 Jahren in der Schweiz lebender Deutscher dazu aeussern ;-). Vereinsmeier gibt es auch in der Schweiz mehr als zur Genuege - aber trotzdem sehe ich Mitgliederwerbung als ein legitimes Ziel : ich denke hier jetzt in erster Linie daran, genealogische Vereine in genealogy.net einzubinden; neben der Konzentrierung moeglichst vieler Vereinsseiten auf "unserem" Server ist der Kontakt zu den noch nicht vom Internet beleckten Familienforschern ueber die Vereine wichtig fuer uns : - Leute, die kompetente Familienforscher sind, tolle Webseiten schreiben koennen, aber weder bisher schon bei uns mitmachen, noch irgendeinem Verein angehoeren, duerfte es nicht allzuviele geben - und, sofern es sie gibt, wollen sie offensichtlich in Ruhe gelassen werden. - Dann gibt es Familienforscher, die sich schon auf dem Internet schon : die finden irgendwanneinmal zu uns - bei je mehr Seiten sie auf uns stossen koennen, desto schneller finden sie uns. - Dann gibt es das Gros (zumindest in der Schweiz) von tw. sehr erfahrenen Familienforschern in Vereinigungen, die aber mit dem Internet bisher ueberhaupt nichts am Hut haben. Wenn nun deren Vereine bei genealogy.net sind - und dies auch immer wieder einmal in Publikationen/Rundschreiben in irgendeiner Form erwaehnt wird (!!) - kann man sie gelegentlich ansprechen, sich vom Thema her beratend am Projekt zu beteiligen : wenn es im Zusammenhang mit den Vereinsseiten steht, geht das sicher besser als fuer irgendein Internetprojekt. Der eine oder andere schafft sich dann doch einmal einen Internetzugang an - falls er also jemals dort aktiv werden will, haben wir gute Chancen, dass er es bei uns tut ! Auch bei der "Anwerbung" von Vereinen zieht Mitgliederwerbung : mit Internetangeboten koennen Vereine bei juengeren Personengruppen fuer eine Mitgliedschaft werben - und Nachwuchs ist fuer die Vereine ueberlebenswichtig ! Deswegen haben wir die SGFF-Mailingliste (http://sgff.genealogy.net/mailis-d.htm) auf Mitglieder der SGFF und mitarbeitender Regionalgesellschaften beschraenkt : ich habe ein paar Dutzend Leute angemailt, die sich in diesem Jahr mit *.ch-Adressen an soc.genealogy.german beteiligt haben - und wenige Stunden spaeter hatte die SGFF zwei neue Mitglieder ! Ohne ein sie interessierendes Dienstleistungs-Angebot hatten sie bisher keine Veranlassung gehabt, einem Verein beizutreten. Was mir im Moment noch fehlt, ist das Formular, dass die beiden von mir geworbenen Vereine dem "Verein fuer ...." (der Begriff Computergenealogie-Verein ist hier ja verpoent ;-)) auch offiziell beitreten koennen : das alte Formular fuer Einzelmitglieder tut's hier nicht - nicht nur, dass ich auch davon keines habe - es zeugt nicht von Seriositaet, wenn man beitrittswilligen Vereinen nicht einmal ein korrektes Formular vorlegen kann; nicht vergessen - das muss der Praesident unterschreiben - und der hat schon "von Berufs wegen" gewisse Vorlieben ;-). Beste Gruesse - Wolf ---------------------- Wolf W. Seelentag, PhD, e-mail : wolf@swissmail.com Reherstr. 19, CH - 9016 St. Gallen, Switzerland Tel (home) : +41-71-2885121 Fax : +49-89-2443-91987 Tel (work) : +41-71-4942233