Von: Guenther Schweizer <G.Schweizer@uni-koeln.de> An: Klaus Berndt <kberndt@UR.PILS.DE>
Du hast in der newsgroup s.g.g. einige Angaben zu Familienbuechern gemacht. Koenntest Du bitte Deine Informationen abgleichen mit der von mir betreuten Liste der Ortsfamilienbuecher auf der homepage und mir ggf. die Zitate der fehlenden Buecher schicken, .....
Hallo Guenther,
mit dieser mail sende ich Dir eine Ergaenzungsliste fuer das Saarland als Textdatei. Vielen Dank fuer die Beantwortung der Fragen. - Bei naeherer Beschaeftigung mit der Sache stellen sich aber gleich neue:
1) Ich habe ganz bewusst den Begriff *Ortsfamilienbuecher* statt *Ortssippenbuch* gewaehlt, .......
ok. sollten wir generell so halten - Man hat das andere halt noch so drauf.
Fuer mich ist ein Ortsfamilienbuch ein *Dokument (meist ein Buch, es gibt aber auch schon OFBs auf CD Rom), in dem die Familien eines Ortes fuer einen bestimmten Zeitraum systematisch und vollstaendig erfasst sind*.
ist im Prinzip richtig - da wuerden aber viele schon erfasste Buecher eigentlich wieder rausfallen, naemlich alle diejenigen, in denen "Pfarrei" verbunden mit "katholisch" oder "lutherisch" vorkommt, denn die erfassen entweder nur einen Teil der Ortsbevoelkerung oder schliessen Teile mehrerer anderer -benachbarter- Orte mit ein. Ich habe daher in der ueberspielten Datei die ganzen Bungert-Abschriften nur an den Schluss gestellt und nicht umgearbeitet, denn bei denen ist das in starkem Masse so.
Verkartungen sind Grenzfaelle, hier sollte man eben zum Titel hinzufuegen ... [Verkartung], denn im Gegensatz zu einem OFB kann eine Verkartung nicht in einer Bibliothek ausgeliehen werden.
Wieso nicht? - Die in meinen Ergaenzungen aufgefuehrten "Verkartungen" i.S. vollstaendiger Urkundenabschriften sind alle oeffentlich zugaenglich. Sie bieten zwar "alle" Einwohner (in Wirklichkeit nur die, die mal auf dem Standesamt in Erscheinung traten), aber keine Zusammenstellung nach Familien. Dies duerfte auch auf die ganzen von den Westdeutschen publizierten Standesamts-Verkartungen zutreffen.
3) Die *bibliographischen Feinheiten* sind nicht so ernst gemeint, aber der Titel sollte vollstaendig sein, z.B. auch die Seitenzahl enthalten, falls diese bekannt, denn es ist ein Unterschied, ob es um ein duennes Heft von 30 Seiten geht oder um ein respektables opus von ueber 1000 Seiten. Wichtig ist, dass der Titel vollstaendig und richtig wiedergegeben ist, d.h. so, wie es der Innentitel im Buch selbst zeigt.
Seitenzahlen habe ich nicht alle, werde aber ein Auge darauf haben, das zu vervollstaendigen.
Wenn bekannt, sollten eine oder mehrere Bibliotheken [Nr. des Bibliothek-Sigels genuegt] angegeben werden, in denen das Buch vorhanden ist, moeglichst solche Bibliotheken, die dem Fernleihverkehr in Deutschland oder dem interlibrary loan system in den USA angeschlossen sind.
Ich kann im Moment nicht ueberblicken, ob alle jetzt fuer das Saarland aufgefuehrten Werke auch in der Uni-Bibliothek Saarbruecken verfuegbar sind. Falls Du nicht weitere regionale Bibliotheken in Dein Verzeichnis aufnehmen willst (die Stadtbibliothek Saarbruecken hat diese Werke alle), sollte man m.E. generell die erstere angeben, das laeuft bezuegl. Fernleihe vor Ort schon richtig.
5) Ich habe heute an Arthur weitere 11 kb OFBs als Ergaenzung zur ersten Liste geschickt. Er wandelt, da ich nicht ueber das technische know how verfuege, liebenswuerdigerweise meinen Text in das html-Format um. In der o.g. Publikation der Leipziger Zentralstelle, mit deren Chef Volkmar Weiss ich deswegen in Kontakt getreten bin, sind etwa 1200 OFBs erfasst, die in meiner Liste nur zum kleineren Teil beruecksichtigt worden sind. Da kommt also noch einiges auf die Liste zu. Bitte schickt mir Neuerscheinungen, die zur Zeit ueberall aus dem Boden spriessen.
Es waere m.E. sinnvoll, wenn Du mir gelegentlich die -vervollstaendigte-Gesamtdatei als mail-Anhang senden wuerdest, denn ich bin z.Zt. auch dabei, ein groesseres Gesamtverzeichnis aller genealogischen Literatur des Saarlandes und angrenzender Gebiete zu betreuen. Daraus koennte man sicher noch vieles ergaenzen. Dazu gleich noch 'ne Definitionsfrage: Was ist mit ehemals bzw zeitweilig zu Deutschland gehoerenden Gebieten? - Hier speziell die Familienbuecher angrenzender lothringischer und elsaessischer Orte. Es ist bei jedem Projekt so: eine guten Idee weitet sich lawinenartig zu 'ner Menge Arbeit aus :-) Beste Gruesse Klaus
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Klaus Berndt