Fred meinte wir sollen hier in den Pages weiterdiskutiere, ergaenzend zu seiner Mail, aus der Sicht des "Uroesterreichers" Details: Charles, Du schriebst u.a.:
Meine Hauptüberlegung ist organisorischer Natur (und die Antwort habe ich auch nicht).
Richtig ist, dass es sicherlich Vereinfachungen gibt. Ganz sicher ist es aber unmoeglich, jedermann Permit am Server zu geben. Gerade im Net ist die Versuchung sehr gross, Mist zu bauen. Frage ruhig einmal Jimm oder Fred, wieviele negative Mails sie erhalten. Dazu kommt noch, dass wir hier in AT seit dem verlorenen Krieg (WW II ) sogenannte Verbotsgesetze haben. Wenn also hier z.B. unkontrolliert Nazi-Gedankengut eingeschleust wuerde, beschlagnahmt die Oe.-Staasanwaltschaft sofort den Server, mit der Garantie, dass der Gestalter solcher Seiten ein Gerichtsverfahren wegen "Wiederbetaetigung" -eben nach den Verbotsgesetzen am Hals hat, was bis zum Verlust der Staatsbuergerrechte und einer Ausweisung aus Oe. fuehren kann.
Ich denke, z.B., daß man sich mit Listen die Telefonnummern erhalten, Probleme einhandelt. Da ist doch besser man zeigt zu einen online Telefonbuch (in Österreich gibt es so was): http://www.etb.at/
Der offizielle Telecomserver bietet nicht die vollen Routinen, die z.B. die Oe-Info CD beinhaltet. Der Hinweis auf den Server ist sinngemaess sogesehen ein Hinweis auf einen lahmen Gaul. Doch die vorgegebenen Einschraenkungen des Servers, sind durch Oe.-Gesetze bedingt, und die sind halt anders als in GB, ;-) und wir muessen damit leben.
Statt Ortverzeichnisse kann man z.B. zu Getty's Thesaurus of Geographic Names http://www.ahip.getty.edu/tgn_browser/ .........................
Ob obiger Browser die Ortsnamen der Monarchie, die vielmals gewechselt haben, fuer den den Genealogen interessanten Zeitraum, also vor 1900 richtig wiedergibt, muss ich erst versuchen. Meist geben neuere Verzeichnisse keine guten Resultate, ich werde es checken.
Statt die Geschichte der Monarchie darzustellen, kann man zu einer Enzyklopedie verzweigen, usw., usw.
Ich habe mir eine Enzyklopedie auf CD gekauft, mit dem Ergebnis dass ich wieder meine alten Lexikas verwende, weil gerade alte Ausdruecke auf der CD nicht mehr genannt werden, nichteinmal die Hinweise, ob es sich bei dem gesuchten Wort um ein Lehn-wort, wenn ja aus welcher Sprache handelt. Aber das ist wichtig, weil es manchmal den weiteren Weg weisst. Also ich bin reumuetig wieder zum althergebrachten zurueckgekehrt. Zum Thema Geschichte: die Passagen die den Familienforscher interessieren sind nicht sehr umfangreich, wuerden aber um sie selbst aus Buechern zu erarbeiten, wochenlanges, so jedoch vermeidbares Ballast-lesen erfordern. Ich denke schon, dass diese Seiten sehr sinnvoll sind, vorallem die in der engl. Seitenversion, die Rieck ausgezeichnet gestaltet. Zusaetzlich gilt hier, dass je nach Richtung des voreilenden Gehorsams, viele der neu aufgelegten Geschichtsbuecher praktisch genealogisch wertlos sind. Charless Du meinst in einer weiteren Mail:
Ich habe zwar nie mit diesen Sachen einen Groschen verdient -- aber: ist es wirklich nicht legitim für eine geleistete Arbeiten Geld zu verlangen ?
Wenn ich jemanden bitte, Infos für mich aus dem Patentamt zu besorgen dann zahle ich auch etwas dafür. Ich kann anderseits selbst hingehen und es selbst machen; das kostet "nur" Zeit ! Ich glaube nicht, daß man ALLE kommerzielle Anbieter verdammen sollte. Ich selbst habe probeweise eine Geburtsurkunde (Wales, 1867) von Genealogy Research Associates (Monterey, CA) ausheben lassen. Es hat zwar $80 gekostet aber es hat sehr gut funktioniert. Wichtig ist nur genau erkennen zu können was etwas kostet und was gratis ist. Ein Konsument sollte dann die Wahl haben.
Meine Erlebnisse gehen genau in die andere Richtung. Es ist nicht einzusehen, warum fuer einen 10 Minuten dauernden Blick in ein Kirchenbuchinhaltsverzeichnis der Gegenwert des Lohnes eines Arbeiters im Ausmass von einer Woche zu bezahlen ist. Und genau den Aufwand der zu zahlenden Leistung, kann aus der Entfernung dann niemand beurteilen, trotz Auswahlmoeglichkeit.
Es wäre sogar SEHR interessant eine Liste von Leuten in Österreich zu haben (Profis, Semi-Profis und Amateure) die bereit wären (entgeldlich) kleine Recherchen zu machen.
Charless Dein Optimismus in Ehren! Doch in Oesterreich gehen die Uhren etwas anders. Eine mir bekannte Sekretaerin schaltete in eine Sekondhandzeitung (Bazar oder sowas) ein Inserat, dass sie kleine Schreibarbeiten nebenbei uebernimmt. Sie wollte sich damit einen kleinen Nebenverdienst erwerben. Anstelle eines Auftrages kam nach einer Woche ein Brief von der Bezirksbehoerde mit einer Anzeige wegen "Schwarzarbeit" und mit beiliegenden Erlagschein, dieser ueber 3.000.- ATS ( Begruendung: ein Zusatzverdienst ist nur den bei der Behoerde angemeldeten und damit fuer ihren Verdienst auch steuer- und sozialversicherungs - Abgaben zahlenden Gewerbebetrieben erlaubt.) Dein Vorschlag wuerde also diese Forscher kerzengerade in die Arme der Behoerde treiben, zusaetzlich gibt es noch die dann faellig werdende Fremdenverkehrsabgabe (eine unter diesem Namen zu zahlende Abgabenart). Nun ich kann mir aber vorstellen, dass soetwas den sogenannten angeblich so serioesen geneal. "Firmen" recht gut passen wuerde.
Ich glaube kaum das es so viele "üble Geschäftemacher" gibt. Es gibt vermutlich einige große Firmen (z.B. Broderbund) die ein recht gutes Geschäft machen. Kleinbetriebe wie IHFF in Wien müssen wahrscheinlich (??) uns überleben kämpfen.
IHFF leistet sich trotz der damit verbundenen Kosten nicht umsonst eine Gewerbeberechtigung. Es fraegt sich nur, sind alle diese Firmen ohne die Gratiswerbung in den Pages unfaehig zu existieren, oder nutzen sie nur schamlos den "goodwill" der Amateure. Hier die Weichen anders zu stellen ist nicht meine Aufgabe, dies ist wenn es beabsichtig ist, sogenannte "Chefsache"!
Ich kenne niemanden der Genealogie "als nicht erlernbare Geheimwissenschaft" darstellt. Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche -- und ich bin natürlich auch Deiner Meinung, daß dubiose, üble Geschäftemacher nicht unterstützt Nur: man sollte nicht alle in den gleichen Topf werfen !
Nun, vor laengerer Zeit trat IHFF u.a. andere an mich heran, ihre Firmen in der AT Seite zu nennen, was geschehen ist. Blos kam von dieser Seite kein einziges Wort, was eine Veroeffentlichung / Aufwertung ermoeglicht haette. Geschaeftemachen, wichtigmachen, ohja, das und mitbestimmen wollen sie hier alle, einen Beitrag zur Hebung des Niveaus oder zu den Betriebskosten des Server zu leisten, ist anscheinend zuviel verlangt- oder mir nur nicht bekannt. Die Arbeitweise am Server kann ruhig so bleiben wie bisher, sie hat sich bewaehrt! Trotz der verschiedenen Meinungen, ein freundlicher Gruss zu Dir Charless, und zu den anderen. Gerhard.
Gerhard Marterer schrieb aus Graz:
Gerade im Net ist die Versuchung sehr gross, Mist zu bauen. Frage ruhig einmal Jimm oder Fred, wieviele negative Mails sie erhalten.
Eigentlich finde ich es erstaunlich, dass ich so _wenige_ Mails erhalte. Frueher hatte ich gedacht, nein, lieber nicht ein FAQ schreiben, sonst bekaeme ich jeden Tag e-Mails von aller Welt, dies oder jenes richtig oder falsch zu korrigieren, bitte eine Ahnentafel zu forschen, Beschwerde zu erheben, oder sonst was. Das ist aber nicht passiert. Vielleicht ein oder zweimal in der Woche erhalte ich solche e-Mails. Negative e-Mails kommen vielleicht alle drei Monate. Meiner Erfahrung nach ist Spam viel schlimmer. Wenn ich nur eine gescheite L"osung daf"ur h"atte! -- =Jim Eggert EggertJ@LL.mit.edu
Also sprach Jim Eggert on 25 Jan 98 at 17:27 about Re: Re: Österreich, Volunteers, usw:
Gerhard Marterer schrieb aus Graz:
Gerade im Net ist die Versuchung sehr gross, Mist zu bauen. Frage ruhig einmal Jimm oder Fred, wieviele negative Mails sie erhalten.
Eigentlich finde ich es erstaunlich, dass ich so _wenige_ Mails erhalte. Frueher hatte ich gedacht, nein, lieber nicht ein FAQ schreiben, sonst bekaeme ich jeden Tag e-Mails von aller Welt, dies oder jenes richtig oder falsch zu korrigieren, bitte eine Ahnentafel zu forschen, Beschwerde zu erheben, oder sonst was. Das ist aber nicht passiert. Vielleicht ein oder zweimal in der Woche erhalte ich solche e-Mails. Negative e-Mails kommen vielleicht alle drei Monate.
Ich weiss auch garnicht richtig was negative mail ist. Heute schrieb mir jemand das er mehr von den Ostpreussen Seiten erwartet hätte. Ist das negativ? Stört mich nicht. Ich sag einfach, 'komm rein machs besser'. Dann hört man schon nichts weiteres. Ich stelle mir vor das negative Vorstellungen nur von Vereinen kommen die irgendwie Angst haben durch das Internet überholt zu werden. Man zieht die Fenster zu um das zu schützen was in den Schränken liegt. Wir können die Vereine nur wilkommen heissen. Ich denke mir nämlich das sie gerade durch das Internet aufleben können. Ein Verein ist ja ziemlich auf persönliche Zusammenkunft gerichtet. Wieviel duzend sind das schon immer? Durch das Internet könnten sich hunderte jeden Tag treffen. Ist schon eine ganz andere Sache blos man verliert die Vereinsmeierei, die Struktur einer formalen Versammlung. Man sollte sich aber um den eigentlichen Zweck einer Vereinigung Gedanken machen. Hängt dort nicht immer etwas mit so viel Informationsaustausch wie möglich zusammen? Und wenn das der Zwck ist ... Fred Fred Rump http://www.k2nesoft.com/~fred 26 Warren St Beverly, NJ 08010 fred@compu.com or 609-386-6846 fred@k2nesoft.com
participants (3)
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Gerhard Marterer - Graz - Austria
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Jim Eggert
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W. Fred Rump