Liebe Frau Selig, Günther geht es inzwischen wieder gut. Nach zwei Wochen Wartezeit war die Operation am 2. Juni. Mehr als 11 Stunden hat es gedauert. Der Tumor war gutartig, leider aber hart wie Stein und er mußte mit einem Laser Millimeter für Millimeter entfernt werden. Ich habe während der OP gewartet und konnte unmittelbar danach mit dem leitenden Arzt sprechen. Sie haben mit drei Teams nacheinander gearbeitet. Es ist gottseidank alles gut gegangen, kein Gewebe wurde verletzt. Dies war unsere größte Sorge, denn der Tumor hatte laut Aussage der Ärzte eine "pikante" Lage. Man darf gar nicht darüber nachdenken, was alles hätte passieren können. Nach drei Tagen auf der Intensivstation konnte Günther dann wieder auf die Station. Seitdem macht er täglich gute Fortschritte. Heute waren wir das erste Mal wieder an der frischen Luft. Es hat ihm so gutgetan -es ist wie ein neues Leben, das er jetzt langsam wieder entdeckt und genießt. Die Wunde ist gut verheilt und morgen sollen die Klammern entfernt werden. Am Montag beginnt eine Rehabilitations-Maßnahme in einer Reha-Klinik in Hattingen/Ruhr, mit der seine Sehstörungen gemildert werden sollen. Der Tumor hat lange auf einen Sehnerv gedrückt und dadurch eine "Doppelsichtigkeit" erzeugt. Lt. Aussage der Ärzte gehen diese Beschwerden zurück, werden auch ganz verschwinden, aber das braucht halt seine Zeit. Das Lesen strengt ihn darum noch sehr an. Lieb von Ihnen, daß sie ihn temporär von der Liste abgemeldet haben - ich trau mich ja gar nicht, seine eMails abzurufen, denn so viel Papier kann ich gar nicht tragen... ;-)) Ihre lieben Grüße werde ich Günther morgen überbringen. Seine Antwort erhalten Sie dann von mir auf diesem Wege. Im Namen von Günther sage ich Ihnen aber jetzt schon vielen Dank. Herzliche Grüße aus Kleve - Ihre Bärbel Teck ----- End Included Message -----
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