[webpages-l] RE: GENEALOGY.COM says goodbye
Hallo Leute, als relativ ruhiger Leser dieser Liste möchte auch ich mein Befremden ausdrücken über die Art und Weise, wie genealogy.com gecancelt wurde. Nichtsdestotrotz finde ich, daß wir diese Situation auch als Gelegenheit auffassen sollten, uns neu zu organisieren und zu formieren. Eine Lehre daraus könnte sein, daß man sich nicht mehr von einzelnen abhängig macht. Wäre z.B. eine Arbeit unter dem Dach der DAGV möglich, die dann Inhaber von Domains sein könnte? Auch finde ich daß die Vereine, die bei uns Ihre Seiten hosten, sich finanziell beteiligen können, indem ein Prozentsatz des Beitragsaufkommens gezahlt werden muß oder ein fester Betrag. Unsere Organisationsstruktur könnten wir darauf überprüfen, ob es sinnvoll ist, den einzelnen Verantwortlichen die Möglichkeit zu geben, Ihre Seiten direkt mittels FTP zu warten, also nicht mehr wie bisher in ein temporäres Verzeichnis, aus dem verschoben werden muß. So traurig, das Ganz ist, ziehen wir die Konsequenzen daraus und lassen sie in zukünftige Überlegungen mit einfließen. Gruß Volker Neuhäuser
On Wed, 2 Dec 1998, Volker Neuhaeuser wrote:
Eine Lehre daraus könnte sein, daß man sich nicht mehr von einzelnen abhängig macht.
Mir ging aehnliches durch den Kopf. Was ist wenn Rainer und Christa aufgeben, weil es sich nicht rechnet?
Wäre z.B. eine Arbeit unter dem Dach der DAGV möglich, die dann Inhaber von Domains sein könnte?
Urgs. Ich wuesste kaum eine schlimmere Idee. Mit Dieter Zwinger als EDV-Berater? Ich habe mich heute gegen Vorwuerfe zur Wehr setzen muessen, die mir recht deutlich zeigen, dass viele ueberhaupt nicht durchblicken. Da geht einiges durcheinander. In die hoeheren Etagen (der DAGV und anderswo) kommt man nicht als EDV-Berater, weil man Ahnung von EDV hat. Eine vertragliche Vereinbarung mit festgesetzter Kuendigungsfrist waere etwas mit dem ich mich anfreunden koennte. Rainer, Christa, versteht das bitte nicht als Misstrauen.
Auch finde ich daß die Vereine, die bei uns Ihre Seiten hosten, sich finanziell beteiligen können, indem ein Prozentsatz des Beitragsaufkommens gezahlt werden muß oder ein fester Betrag.
Bedenkenswert. Da bei den Vereinen aber ein chronischer Geldmangel herrscht und das Internet in den Koepfen vieler (oft aelterer) Vorstaende immer noch nicht begriffen wurde ("O-Ton: Igitt, zwischen den ganzen Kinderpornos stehen wir dann auch?"), koennte es natuerlich sein, dass man stattdessen lieber auf "kostenlose" Angebote zurueckgreift.
Unsere Organisationsstruktur könnten wir darauf überprüfen, ob es sinnvoll ist, den einzelnen Verantwortlichen die Möglichkeit zu geben, Ihre Seiten direkt mittels FTP zu warten, also nicht mehr wie bisher in ein temporäres Verzeichnis, aus dem verschoben werden muß.
Was ist daran so schlimm? Arthur.Teschler@uni-giessen.de
am 02-Dec-98 schrieb der ach so ferne Rechner von Arthur Teschler :
On Wed, 2 Dec 1998, Volker Neuhaeuser wrote:
Eine Lehre daraus könnte sein, daß man sich nicht mehr von einzelnen abhängig macht.
Mir ging aehnliches durch den Kopf. Was ist wenn Rainer und Christa aufgeben, weil es sich nicht rechnet?
Immer wenns am schlimmsten kommt haben wir unsere besten Ideen :-) Und eine davon ist auf dem Weg zu Dir. Aber alles in allem, selbst wenn uns gvoellig die Luft ausgehen sollte bedeutet das nicht das Ende von genealogy.net. geschweige seinen Inhalten.
Eine vertragliche Vereinbarung mit festgesetzter Kuendigungsfrist waere etwas mit dem ich mich anfreunden koennte. Rainer, Christa, versteht das bitte nicht als Misstrauen.
Das koennte voellig ueberfluessig werden :-) Rainer -------------------------------------------------------------------------- Reinhold F. Herrmann | Email: RH@eics.com | Es muss ein Ruck durch EICS Com | RH@genealogy.net | dieses Land gehen Genealogy Network | Tel/Fax: +49-2237-560032| (Roman Herzog) --------------------------------------------------------------------------
-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: owner-webpages-l@genealogy.net [mailto:owner-webpages-l@genealogy.net]Im Auftrag von Arthur Teschler Gesendet am: Mittwoch, 2. Dezember 1998 21:17 An: webpages-l@genealogy.net Betreff: [webpages-l] Die Lehre daraus
On Wed, 2 Dec 1998, Volker Neuhaeuser wrote:
Eine Lehre daraus könnte sein, daß man sich nicht mehr von einzelnen abhängig macht.
Mir ging aehnliches durch den Kopf. Was ist wenn Rainer und Christa aufgeben, weil es sich nicht rechnet?
dann wuerden wir rechtzeitig bescheid geben, denn WIR sind NICHT kaeuflich.
Eine vertragliche Vereinbarung mit festgesetzter Kuendigungsfrist waere etwas mit dem ich mich anfreunden koennte. Rainer, Christa, versteht das bitte nicht als Misstrauen.
nein, verstehen wir nicht so. Aber warum sollen wir uns jetzt langfristig vertraglich binden, nur weil andere Leute kaeuflich sind und anscheinend kein Vertrauen verdienen. Ich denke schon, dass man uns soweit trauen kann, dass wir NIEMALS auf diese Art und Weise vorgehen wuerden. Haetten WIR das Angebot von Broderbund bekommen, so haetten wir zumindest die beiden anderen Server beteiligt (zu einem Drittel) und wir haetten es langfristig bekanntgegeben. War es nicht Klaus Wessel, der sich dafuer eingesetzt hatte ? Ist ja toll, wenn man unbezahlte Mitarbeiter hat, die auch noch dazu beitragen, dass man ueberhaupt einen solchen deal machen kann. Wir haetten auch nicht die Diskussion ausgenutzt, die durch unsere Sponsoring-Probleme aufgetaucht ist. Es war bekannt, dass wir ab 15.12.98 traffic bezahlen muessen. Insofern ist das Vorgehen besonders erschuetternd. Denn das stellt uns jetzt kurzfristig (keine Vorlaufzeit, keine Chance, den traffic ueber einen externen Host abzuwickeln) vor das Problem, wie wir das technisch und finanziell loesen. Finde ich echt toll, wie wir (und ihr alle) ausgenutzt worden sind, um Profit zu machen. Aber sowas wird nicht wieder vorkommen, nicht mit uns. Es wird keinen externen Host mehr geben, der innerhalb von 3 Jahren (nach Aussage von F.Lloyd wollte Broderbund 1995 fuer genealogy.com nur Software geben), jetzt war der Name wohl etwas mehr wert, durch unsere permanente Unterstuetzung (und Zuzahlung) an Wert gewinnt und dann letzten Endes verscherbelt wird. Wir haben deshalb den Gedanken der Vereinsuebernahme forciert, damit der Verein unabhaengig ist und nicht abhaengig von uns. Dies war so gesehen schon ein weitblickendes, der Sache dienendes Vorgehen. Wir wollen nicht Herrscher ueber alles sein. Letzten Endes kostet diese Einstellung uns momentan monatlich eine Menge Geld. Letzten Endes haben davon die Lloyds profitiert, dass WIR so ehrlich sind. Ich glaube, dass man mir die Wut ueber dieses Vorgehen anmerken kann.
Auch finde ich daß die Vereine, die bei uns Ihre Seiten hosten, sich finanziell beteiligen können, indem ein Prozentsatz des Beitragsaufkommens gezahlt werden muß oder ein fester Betrag.
Finde ich auch. bis die Sache endgueltig gegessen ist, zahlen WIR jedenfalls jede Menge dazu. Und es ist auch persoenlich erschuetternd, dass dies den Lloyds bekannt war. Gruss Christa
On Wed, 2 Dec 1998, Arthur Teschler wrote:
On Wed, 2 Dec 1998, Volker Neuhaeuser wrote:
Auch finde ich daß die Vereine, die bei uns Ihre Seiten hosten, sich finanziell beteiligen können, indem ein Prozentsatz des Beitragsaufkommens gezahlt werden muß oder ein fester Betrag.
Bedenkenswert. Da bei den Vereinen aber ein chronischer Geldmangel herrscht und das Internet in den Koepfen vieler (oft aelterer) Vorstaende immer noch nicht begriffen wurde ("O-Ton: Igitt, zwischen den ganzen Kinderpornos stehen wir dann auch?"), koennte es natuerlich sein, dass man stattdessen lieber auf "kostenlose" Angebote zurueckgreift.
Ich werde dies zumindest mal bei uns (VFWKWB) anregen - aber ich fürchte, das es da erhebliche Widerstände gibt: - wir hätten die Möglichkeit, bei der württemb. Landesbibliothek "kostenlos" unterzuschlupfen (Frage, die kommen wird: weshalb dann etwas zahlen?) - der o.g. chronische Geldmangel - wie sieht es dann aus betr. Finanzamt? Die Absetzbarkeit von Mitgliedsbeiträgen + Spenden für den Verein darf nicht gefährdet werden (Gemeinnützigkeit). Der Vorstand ist seit ca 1 Jahr bei uns damit in der Mache, einen PC für die Geschäftsstelle anzuschaffen und um dann auch Netz-Zugang für den Verein über die WLB zu bekommen. (Man kann ja nicht mal anschauen, was da auf den Seiten über den Verein steht -> ich darf immer mal wieder Ausdrucke abliefern). Bisherige PC-Ausstattung des Vereins: ein geschenkter (da sonstwo ausgemusterter) 286er und ein Schlepptop 386er. Wie sieht es eigentlich mit der früheren Idee, einen Verein für genealogy.net zu gründen aus? Wenn 'Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, nämlich wissenschaftliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.' (Zitat aus Satzung des VFWKWB) verfolgt, sollte doch auch eine Anerkennung als gemeinnützig durch das Finanzamt möglich sein (und somit wäre es dann leichter Spenden/Beiträge von oder über die Vereine zu erhalten). -------------------------------------------------------------------------- Dipl.-Math. Volker Milbrandt Tel. 0711 / 685-5320 ; priv. 0711 / 7286036 Math.Inst.B / 2.LS, Univ. Stuttgart, Pfaffenwaldring 57, D-70550 Stuttgart Email: milbrandt@gmx.de oder Milbrandt@mathematik.uni-stuttgart.de
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